Toro gibt den Lilien Wasser

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Markus Blind, Beregnungsleiter Toro, Andreas Frank, Platzwart, Joachim Kaufmann, Stadt Darmstadt, Lars Schultze, GF D-S Beregnungsanlagen, Toro-Frau Jana Lienert und Michael Schultze, GF D-S Beregnungsanlagen.

Darmstadt pflegt Rasen mit topmoderner Beregnungsanlage von Toro

Mit dem „Uffstiech“ in die erste Liga hat der SV Darmstadt 98 ein Wunder geschafft, das in Zeiten des so genannten modernen Fußballs nicht mehr für möglich gehalten wurde. Und damit ist der Verein derzeit die erste Adresse für Fußballromantiker. Dazu trägt aktuell auch das Stadion bei, das im Vergleich zu all den Arenen mit ihren ausgedehnten VIP-Logen noch den Eindruck von ehrlichem Fußball vermittelt. Es passt zum Verein wie Trainer Dirk Schusters Mantra „Mentalität schlägt Qualität“. Mindestens in einem Punkt ist das Stadion aber doch absolut bundeligareif: Der heilige Rasen wird mit einer hochmodernen und effektiven Beregnungsanlage bewässert.

Mit dem Sensationsaufsteiger geht ein Verein in die neue Saison, der noch nicht einmal einen Manager hat, mit 15 Millionen Euro einen Mini-Etat und eine Heimstätte, wo auf den Tribünen das Unkraut sprießt und wo sich die Helden in einer Bezirksligakabine umziehen. Aber gerade das macht Darmstadt zu etwas ganz Besonderem. Bis zu diesem Sommer hatte der Verein auch kein adäquates Trainingsgelände, sodass das Training oft ins Stadion verlegt wurde. Das Stadion heißt inzwischen offiziell Merck-Stadion am Böllenfalltor. Für die Fans bleibt es aber das „Bölle“. Nach dem spektakulären Aufstieg in die 2. Liga hat die Darmstädter Sportstätten GmbH und Co KG im Sommer 2014 mit der Strabag AG als Generalunternehmer erste Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt. Das Spielfeld wurde vergrößert, eine Rasenheizung eingebaut und in diesem Zuge eine hochmoderne Beregnungsanlage installiert. Zuständig für den Rasen ist Platzwart Andreas Frank, der mit der Anlage erstmal voll im Glück ist: „Wir hatten vorher keine, denn sie war kaputt und wir mussten mit Regnerstativen und Schläuchen arbeiten. Jetzt funktioniert das automatisiert. Und vor allem zuverlässig.“

Mit der Anlage wird nun die Bühne bereitet für die großen Spiele der Darmstädter Underdogs gegen die Goliaths aus München, Dortmund oder Wolfsburg, ansonsten bleibt sie aber dezent im Untergrund und ist mit bloßem Auge nicht zu erkennen – und für die Mannschaften nicht zu spüren. „Die Mittelfeldregner sind mit einer Naturrasenabdeckung mit besonders elastischer Gummilippe ausgestattet, unserem Toro Turf Cap, das sich nahtlos in die Rasenfläche einfügt. Die Randregner sind mit einer Kunstrasen-Abdeckung der neuesten Generation ebenso unsichtbar“, erklärt Markus Blind, Sales Manager Irrigation Toro-Deutschland.

An insgesamt 20 Punkten sind die fortschrittlichen Toro-Regner eingebaut, davon 8 Vollkreisregner der Serie 640 sowie insgesamt 12 Randregner der Serie 855, wovon jeweils zwei neben dem Tor angebracht sind. „Die Regner basieren auf einer ausgereiften Technologie. Ihre Drehgeschwindigkeit ist absolut konstant und alle verfügen über vier unterschiedliche Düsen, was zusammen zu einer außerordentlich gleichmäßigen Niederschlagsverteilung führt. Das ist optimal für den Rasen und sorgt für einen maximal ökonomischen Wasserverbrauch“, erklärt Lars Schultze, Geschäftsführer der D-S Beregnungsanlagen GmbH, die für den Einbau verantwortlich war. „Zudem handelt sich hier um schnell drehende Regner, die für eine volle Umdrehung nur rund 40 Sekunden benötigen und babei dennoch mit einen gleichmäßigen Wasservorhang ausbringen, was gerade in der Halbzeit sehr von Vorteil ist“, ergänzt Blind.

Ein logenfreies Stadion, in dem von 19.000 Plätzen 15.000 unüberdachte Stehplätze sind, das ist Darmstadts Antwort zu heutigen Fußball-Tempeln. Markus Mück erleichtert das auch seine Arbeit: „Im Gegensatz zu anderen Stadien haben wir hier überhaupt kein Problem mit der Belüftung des Rasens oder zu wenig Sonne. Das wird sich dann ändern, wenn die geplanten Tribünen gebaut werden.“ Darum hat man beim Einbau schon weiter gedacht und sechs in der Rasentragschicht fest installierte Bodensensoren auf dem Feld verteilt, die dann bei der Optimierung der Beregnung helfen. Sie messen die Feuchtigkeit des Rasens, den Salzgehalt und die Temperatur. Anhand dieser Informationen können Düngeparameter exakt dosiert oder Rasenkrankheiten frühzeitig erkannt werden. Die Daten werden alle fünf Minuten per Funk an das Herzstück der Anlage übertragen, das internetbasierte Steuerungssystem TriComm. Hier wird die Beregnung programmiert. „TriComm ermöglicht via GPRS-Modem oder LAN-Verbindung die automatische Überwachung, Steuerung und Bedienung des Systems über internetfähige Endgeräte, wobei jederzeit auch ein manuelles Eingreifen möglich ist“, so Blind. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn die Sensoren etwa sehr hohe Temperaturen melden und der Rasen abgekühkt werden muss. Doch das System erkennt auch Störungen und Abweichungen und schlägt sofort per SMS und E-Mail Alarm.

Die Fußballromantiker halten dem SV 98 die Daumen. Doch kaum jemand traut der Mannschaft ernsthaft den Klassenerhalt zu. Allerdings: Nicht absteigen, das war auch vor einem Jahr das Saisonziel und am Ende wurde es ein Aufstieg. Wunder gibt es immer wieder. Die Lilien werden alles dafür geben – und Toro gibt ihnen Wasser, damit sie aufgehen.

Mit absolut konstanter Drehgeschwindigkeit und außerordentlich gleichmäßiger Niederschlagsverteilung versorgt die Toro Beregnungsanlage den Rasen optimal und gleichzeitig höchst ökonomisch mit Wasser.

Das „Bölle“ ist das Stadion für Fußballromantiker, mit unüberdachten Stehplätzen und einer Tribüne aus der guten alten Zeit. Doch unter dem Rasen befindet sich eine Beregnungsanlage auf Champions-League-Niveau

Platzwart Andreas Frank bespricht sich mit Lars Schultze und Markus Blind. Frank ist froh, dass er das Spielfeld nun professionell bewässern kann.

Die Spieler bemerken die Regner aufgrund der innovativen Abdeckungen nicht. Aber sie profitieren natürlich vom guten Rasen.

Toro-Verkaufsberaterin Jana Lienert erklärt Platzwart Andreas Frank die Programmierung der automatischen Beregnung mit dem Steuergerät TriComm.

Der SV Darmstadt ist bereit. Mindestens 17 wird der Ball am Böllenfalltor auf Bundesliga-Niveau rollen.

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