Steyr unterstützt zweiten Europäischen Kongress der Junglandwirte

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Matthew Foster – Vizepräsident Case IH & Steyr Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA), Elisabeth Köstinger – MEP, Marie Mouton – Manager Markenkommunikation Case IH & Steyr EMEA, sowie das österreichische Team

Case IH und Steyr Sponsor bei Junglandwirtekongress 2014 in Brüssel / Rolle der jungen Landwirte für die zukünftige Ernährungssicherung / MEP Elisabeth Köstinger als eine der Organisatoren würdigt Engagement von Steyr / Steyr stiftet Preise für das jeweils innovativste, nachhaltigste und beste Projekt junger Landwirte in Europa

St. Valentin, 4. Februar 2014
Am 28. und 29. Januar wurde zum zweiten Mal der Europäische Kongress für Junglandwirte (Young Farmers Congress) veranstaltet. Dazu hatte die EPP-Fraktion (Europäische Volkspartei) ins Europäische Parlament in Brüssel eingeladen. Im Rahmen der Veranstaltung wurde insbesondere die Rolle der heutigen Junglandwirte für die zukünftige Versorgung mit Lebens- und Futtermitteln sowie nachwachsenden Rohstoffen hervorgehoben. Matthew Foster, Vizepräsident von Case IH und Steyr, betonte in seiner Begrüßungsansprache: „Wir freuen uns, diese wichtige Veranstaltung mitzugestalten. Wir dürfen nicht aus den Augen verlieren, dass die Landwirte heute vor drei großen Herausforderungen stehen: In Anbetracht der weiter wachsenden Weltbevölkerung muss die Erzeugung von Lebens- und Futtermitteln sowie nachwachsenden Rohstoffen weltweit gesteigert werden. Wir müssen lernen, mit weniger Input mehr Produkte zu erzeugen und damit effizienter zu werden, und wir müssen dafür Sorge tragen, dass die Auswirkungen der landwirtschaftlichen Produktion auf die Umwelt so weit wie möglich reduziert werden. Mit Blick auf die Zukunft der Junglandwirte bedeutet das auch, dass wir das Umfeld so gestalten müssen, dass die junge Generation diese Herausforderungen bewältigen kann. Die Junglandwirte brauchen – und verdienen – unsere Unterstützung“, betonte Foster.

Landwirtschaftliche Realität verstehen lernen
„Die Rolle der jungen Landwirte in der modernen, nachhaltigen Landwirtschaft ist ein hochaktuelles Thema“, sagte Foster. „Wir müssen darauf vorbereitet sein, sie auf ihrem anspruchsvollen Weg in die Zukunft auch mit technologischen Lösungen zu unterstützen. Genau hier liegt die Verantwortung von Landtechnikunternehmen wie Steyr. Mit Maschinen und Geräten für die Präzisionslandwirtschaft bieten wir Lösungen, die dabei helfen, den Bedarf der Gesellschaft heute und auch morgen zu decken. Neben der Technik muss noch eine weitere Voraussetzung erfüllt sein. Politik und Gesellschaft müssen die landwirtschaftliche Realität und die notwendigen Entwicklungen verstehen können. Deshalb ist es so wichtig, die erzielten Leistungen und gute Beispiele herauszustellen – und
genau das ist ein Grund für uns, den Europäischen Kongress der Junglandwirte 2014 zu unterstützen und das jeweils beste, innovativste und nachhaltigste Projekt auszuzeichnen“, machte Foster deutlich.

Zukunftsorientierte Projekte ausgezeichnet
Ein breites Spektrum zukunftsorientierter Projekte wurde von Junglandwirten aus ganz Europa eingereicht. Drei Projekte weckten das besondere Interesse der Jury, zu der neben Joseph Daul, Präsident der EPP-Fraktion und Vorsitzender der Jury, auch jeweils ein Vertreter der Europäischen Kommission, des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses, des Europäischen Komitees der Junglandwirte, von COPA-COGECA und von Steyr gehörten.

Der von Dániel Bakó aus Ungarn eingereichte Beitrag wurde als nachhaltigstes Projekt identifiziert und mit 7.500,- Euro ausgezeichnet. Schon seit den 1970er Jahren befasst sich Familie Bakó mit dem Anbau von Paprika, zunächst in Folienzelten und später auch in Gewächshäusern. Zu Beginn wurden Propan und Butan zusammen mit mäßig warmem Wasser aus Thermalquellen – eine Besonderheit der Region – zur Heizung der Gewächshäuser genutzt, heute dagegen ausschließlich deutlich heißeres Thermalwasser. Im Gespräch über seine persönlichen Gedanken zu diesem sehr energieeffizienten und wirtschaftlich erfolgreichen Ansatz erläuterte Dániel Bakó: „Für mich persönlich ist es eine sehr große Ehre, heute diesen Preis erhalten zu haben. Ich verstehe das aber auch als Auszeichnung für all die Landwirte, die sich für die landwirtschaftliche Nutzung der thermalen Energiequellen in Ungarn einsetzen. Dieser Preis macht Mut: andere junge Landwirte sollten sich davon begeistern lassen, innovativ zu sein, zu investieren – und dabei auch der Gesellschaft Einblicke in die moderne Landwirtschaft zu vermitteln.“

Grüne Revolution‘ in Andalusien
Die als innovativstes Projekt ausgezeichnete Bewerbung von Pedro Gallardo Barrera, Spanien, befasste sich mit der „Frühsaat von Sonnenblumen“ und wurde ebenfalls mit 7.500,- Euro ausgezeichnet. Das Vorhaben beschreibt beinahe eine ‚Grüne Revolution‘ in Andalusien. Damit sind höhere Erträge, ein deutlich verminderter Verbrauch von Wasser zur Bewässerung und von Pflanzenschutzmitteln und gleichzeitig positive Effekte auf die natürliche Fauna verbunden. „Als wir vor sechs Jahren mit diesem Projekt begonnen haben, ist das eigentlich irrtümlich passiert“, berichtete Pedro Gallardo. „Alle unsere Nachbarn haben uns für verrückt erklärt, als wir das Experiment in den Folgejahren fortgesetzt haben. Inzwischen haben wir unsere Bewirtschaftung auf rund 200 Hektar auf die Frühsaat umgestellt und viele unserer Nachbarn folgen unserem Beispiel. Wenn ich heute zurückschaue, dann kann ich anderen jungen Landwirten nur eines empfehlen:

Traut euch, euren Betrieb weiterzuentwickeln. Traut euch, dabei auch einmal Fehler zu machen – und dann aus diesen Fehlern zu lernen. Ihr werdet lernen, und ihr werdet gewiss davon profitieren“, zeigte sich Pedro Gallardo Barrera überzeugt.

Die von Eric Pelleboer aus den Niederlanden vorgestellte Initiative „Het Eetcafé / Die Zukunft unserer Lebensmittel“ überzeugte schließlich als insgesamt bestes Projekt. Diese Bewerbung begeisterte die Jury mit ihrem enormen sozialen Engagement und Schwung – und wurde mit einem Preis in Höhe von 10.000,- Euro belohnt. „Ich bin überwältigt – und ich fühle mich sehr geehrt, mit diesem Preis ausgezeichnet zu werden“, sagte Landwirt Eric Pelleboer. „Es ist großartig zu sehen, dass dieses Projekt so viel Wertschätzung erfährt. Für meine Partner und mich gab es einen besonderen Grund für diese Initiative: die oft zu weite Kluft zwischen Verbrauchern und Landwirten und das fehlende Wissen auf Seiten der Verbraucher. Aus unserer Sicht ist es notwendig, dass die Bürger sehen und verstehen, dass ihre Lebensmittel gut und verantwortlich produziert werden. Deshalb ist es so wichtig, den Dialog zu fördern und zu zeigen, was Landwirte tun und warum sie es genau so machen. Wenn wir diese Kluft überbrücken, dann können wir uns respekt- und vertrauensvoll begegnen“, so Pelleboer.

Sauwald-Wodka aus Österreich – regionale Vermarktung stärken
Matthew Foster zeigte sich beeindruckt von dem Ideenreichtum und der unternehmerischen Weitsicht, mit der die jungen Landwirte unter zum Teil schwierigen Bedingungen solche erfolgreichen Projekte aufbauen. „Die meisten Bewerbungen hätten es verdient, auf einem der vorderen Plätze zu landen und ausgezeichnet zu werden. Dabei war einer meiner persönlichen Favoriten der Junglandwirt Martin Paminger aus Österreich mit seinem überaus erfolgreichen und überzeugenden Projekt Sauwald-Wodka. Er hat nicht nur ein völlig neues Produkt entwickelt, das perfekt in die Region passt und dort erzeugt werden kann. Er hat auch Partnerschaften begründet, er hat ein äußerst originelles Vermarktungskonzept entwickelt – und inzwischen Kunden weit über Österreich hinaus. Dass Martin Paminger seinen Wodka inzwischen sogar schon nach Russland liefern konnte, ist wohl ein großes Kompliment für sein Produkt“, hob Matthew Foster hervor.
„Wenn wir diesen zweiten EPP-Kongress der Europäischen Junglandwirte unterstützen, können wir damit auch das Bekenntnis der Marke Steyr zur Landwirtschaft im Allgemeinen und den jungen Landwirten im Besonderen deutlich machen“, sagte Foster. „Die eingereichten Projekte zeigen, was unsere Junglandwirte können und zu tun bereit sind. Ich wünsche mir, dass die Botschaften dieser Veranstaltung laut und klar gehört und die notwendigen Schritte unternommen werden, um die Zukunft der Junglandwirte – und damit unsere Zukunft – zu sichern“, betonte Foster abschließend.

Der Europäische Kongress der Junglandwirte 2014 wurde von vier Mitgliedern der EPP-Fraktion im Europäischen Parlament mit der Intention ausgerichtet, das Bewusstsein in Landwirtschaft, Politik und Gesellschaft für die Situation und die zukünftigen Bedürfnisse der Junglandwirte zu schärfen. Zu den Gastgebern zählten neben Elisabeth Köstinger aus Österreich, Mariya Gabriel aus Bulgarien, Nuno Melo aus Portugal und Maria Auxiliadora Correa Zamora aus Spanien auch der portugiesische Landwirtschaftsverband CAP und der spanische Bauernverband ASAJA. Steyr unterstützte die Veranstaltung als Sponsor.

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