Franz Güde GmbH


Geschmiedete Messer in höchster Qualität und kleiner Stückzahl von Hand herzustellen, war, ist und bleibt die Philosophie unseres Unternehmens – seit vier Generationen und ohne jegliche Kompromisse. Verpflichtet fühlen wir uns der jahrhunderte alten Kunst der Messerherstellung, die den Ruf der Stadt Solingen begründet hat.

Seit vier Generationen keine Kompromisse

Güde ist heute auf der ganzen Welt für seine in kompromissloser Qualität und in zahlreichen manuellen Arbeitsgängen hergestellten Messer sowie für herausragendes Design berühmt. Das Unternehmen blickt dabei auf eine lange und auf kontinuierliche Verbesserung und Innovation ausgerichtete, 100-jährige Unternehmensgeschichte zurück.

1910 von Carl Güde gegründet, gehörte das Unternehmen von Anfang an zu den Qualitätsführern unter den ca. 9.000 Solinger Schneidwarenherstellern. Schon damals wurden die Güde-Messer aus einem Stück geschmiedet und in zahlreichen manuellen Arbeitsgängen sorgfältig vollendet.

Güde-Messer waren schon für ihre präzise und aufwändige Herstellung bekannt als Franz Güde, Carl Güdes Sohn, den elterlichen Betrieb 1923 übernahm. Im gleichen Jahr wurden die 3 Palmen zum inzwischen weltweit bekannten Markenzeichen.

Bedingungslose Qualität – stetige Innovation

Franz Güde baute den elterlichen Betrieb konsequent aus, entwickelte neue Schliffe und Schleifverfahren und meldete zudem zahlreiche Patente und Gebrauchsmuster an. Auf ihn gehen bahnbrechende Innovationen zurück, z.B. die Erfindung des „Güde-Wellenschliffs” für Brotmesser, eines speziellen Wellenschliffs mit spitzen Zähnen, der die Schneidfähigkeit und Schnitthaltigkeit deutlich erhöht. Auch die hintersetzte Zahnung für Brotschneidemaschinen, welche sich inzwischen weltweit als eine sehr effektive Lösung durchgesetzt hat, ist ein Patent von Franz Güde.


55 manuelle Arbeitsgänge

Alles beginnt in der Gesenkschmiede: Aus einem 8 Meter langen Stabstahl (Chrom-, Vanadium-, Molybdänmesserstahl) werden Spaltstücke abgeschnitten. Sie werden bis auf rund 1050 °C erhitzt und mit 3 bis 4 Hammerschlägen im Gesenk geschmiedet. Aus dem Schmiedestück wird schließlich der Messer-Rohling ausgestanzt.

Nachdem die Messer grob geschliffen, kalibriert und gereinigt worden sind, folgt die sogenannte Eishärtung: Die Messer werden auf -80 °C abgekühlt, um ihre Gefügestruktur zu verbessern. Im nächsten Schritt werden die Messer in zwei Stufen angelassen und damit bruchsicher gemacht.

Zuerst wird das Klingenblatt vorgeschliffen, danach erfolgt das Vorschleifen des Messerrückens. Anschließend erfolgt der Feinschliff des Messerrückens und das Spitzschleifen des Kropfes. Die Innenseiten des Griffes werden vorgeschliffen. Das Vorschleifen der Kröpfe erfolgt in 5 Arbeitsschritten. Daraufhin folgt das Feinschleifen des Klingenblattes. Dies nennt sich auch „pliesten“. Bei Brotmessern wird nun der Wellenschliff angebracht und bei Kullenmessern die Kulle. Beim Tomaten-. Käse- und Steakmesser werden ebenfalls die Verzahnungen angebracht. Jetzt ist die Klinge fertiggeschliffen und der Griff kann montiert werden.

Aus dem Holz werden Kanteln geschnitten und konturgefräst. Die Kanteln werden nun an den Messergriff angepasst. Anschließend werden die Löcher für die Nieten gebohrt. Für die Nietköpfe muss in den Löchern eine Senkung vorgenommen werden. Griffstück und Klinge werden nun durch Nieten verbunden. Mit ca. fünf Arbeitsgängen wird das Holzstück grob an die Klinge beigeschliffen. Diese fünf Arbeitsgänge müssen mit einem feineren Schleifband wiederholt werden.

Jetzt bekommt der Messerrücken den Feinstschliff: Das Feinstschleifen des vorderen Kropfes erfolgt und die Messergriffe werden vorpoliert (gescheuert). Anschließend wird die mittlere Schmuckniete montiert und die Griffe werden feinpoliert. Daraufhin wird die Messerschneide geschliffen (abgezogen) und der Abzug poliert. Im nächsten Schritt wird das GÜDE Logo auf die Klinge geätzt.

Anschließend werden die Messer gereinigt. Bevor die Messer versandfertig gemacht werden, erfolgt die Qualitätskontrolle. Nach der Qualitätskontrolle bekommen die Messer ihre Schutzhülle. Zum Schluss werden die handgefertigten Versandtaschen mit Nieten und entsprechenden Aufklebern versehen. Dann werden die fertigen Messer für den Versand bereitgelegt.


Bildnachweise:  Franz Güde GmbH