Welterbe gemeinsam erhalten

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Ein Modellprojekt der Deutschen UNESCO-Kommission und Kärcher zur Reinigung einer deutschen Welterbestätte

Die Deutsche UNESCO-Kommission und das Unternehmen für Reinigungstechnologie Kärcher bündeln seit September 2013 in einer zweijährigen Kooperation (Public Private Partnership) ihre Fachkompetenz für den Erhalt des Welterbes. In einem Modellprojekt wird Kärcher mit professionellen Methoden eine deutsche UNESCO-Welterbestätte kostenlos und denkmalgerecht reinigen. Durch begleitende Bildungsmaßnahmen soll mit dem Projekt das öffentliche Bewusstsein für eine nachhaltige Entwicklung und Pflege des baukulturellen Erbes gefördert werden.

Auf der Welterbeliste der UNESCO stehen über 900 Natur- und Kulturstätten. Viele davon sind durch Klimawandel, schädliche Umwelteinflüsse, Verwitterung oder Erosionen bedroht. Um das Welterbe für die kommenden Generationen zu erhalten, sind umfangreiche denkmalpflegerische Maßnahmen erforderlich. Wichtige Unterstützung erhält die Denkmalpflege auch durch das Engagement qualifizierter Partner aus der Privatwirtschaft: Das schwäbische Familienunternehmen Kärcher leistet bereits seit 30 Jahren professionelle Hilfe bei der Restaurierung von Kulturdenkmälern.

Mit Know-how Denkmäler reinigen

Als Weltmarktführer im Bereich ressourcenschonender Reinigungstechnologie und -produkte setzt sich Kärcher auch für Nachwuchsförderung und Umweltschutz ein. Mit unterschiedlichsten Verfahren wie Partikel-, Wasser- oder Trockeneisstrahlen hat das Unternehmen schon über 100 denkmalgeschützte Bauwerke in aller Welt restauriert. Dazu zählen unter anderem die Kolonnaden am Petersplatz, die Christusstatue in Rio de Janeiro und das Brandenburger Tor. Seit 2011 ist das Unternehmen Mitglied im Global Compact.

Denkmalgerecht handeln

In dem Kooperationsprojekt mit der Deutschen UNESCO-Kommission übernimmt Kärcher die Kosten für die Reinigungsarbeiten und führt diese denkmalgerecht durch. Bewerben für die Teilnahme an dem Modellprojekt können sich Welterbestätten aus Deutschland sowie Stätten, die auf der Tentativliste der Kultusministerkonferenz für künftige Nominierungen Deutschlands verzeichnet sind. Die Auswahl trifft eine Expertenjury aus Fachleuten der Denkmalpflege, Kultur und Wissenschaft. Um die Beschaffenheit des Materials und der Verschmutzung zu bestimmen und um eine optimale Reinigungslösung zu garantieren, führt Kärcher mit eigenen Experten und erfahrenen Restauratoren wissenschaftliche Untersuchungen und eingehende Tests durch. Erst nach Abstimmung mit der zuständigen Denkmalbehörde beginnt Kärcher die Reinigungsarbeiten.

Nachhaltigkeit lernen

Im Fokus des Modellprojekts steht das Thema Nachhaltigkeit. Die Reinigungsarbeiten an der Welterbestätte werden von der Deutschen UNESCO-Kommission durch Bildungsmaßnahmen für Jugendliche begleitet. Ziel ist es, bei der jungen Generation ein Bewusstsein und Engagement für die Aufgaben in der Denkmalpflege und im Umweltschutz zu wecken. In Workshops lernen Jugendliche, wie sie durch nachhaltiges Denken und Handeln zur Erhaltung des Kulturerbes beitragen können. Beispielsweise können naturwissenschaftlich Interessierte die Art der Verschmutzung erforschen, Geschichtsbegeisterte erkunden die vergangenen und gegenwärtigen Bedeutungen; andere Jugendliche lernen das Welterbe in alten und neuen Medien zu kommunizieren. Indem Jugendliche das Welterbe als Teil der eigenen Geschichte kennenlernen, entwickeln sie Verantwortungsbewusstsein und setzen sich für einen respektvollen Umgang mit diesem Erbe ein. Das Modellprojekt in Kooperation mit Kärcher leistet damit auch einen Beitrag zur UN-Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung”, für deren Umsetzung in Deutschland die DUK federführend ist.

Modellcharakter vermitteln

Die Idee des Welterbes ist es, bei allen Menschen ein gemeinsames Gefühl der Verantwortung über geografische, kulturelle und soziale Grenzen hinweg zu entwickeln. Mit der Einbindung verschiedenster Akteure, seiner ressourcenschonenden Durchführung und der Bildungsarbeit trägt das Kooperationsprojekt zu einer nachhaltigen Entwicklung im Welterbe bei. Diese Vielschichtigkeit verleiht dem Reinigungsprojekt Modellcharakter und soll auch andere Welterbestätten zu einem nachhaltigen Management inspirieren. Dafür werden die Aktionen an der ausgewählten Welterbestätte im Rahmen des Projekts öffentlichkeitswirksam auf der Internetseite der Deutschen UNESCO-Kommission sowie in anderen Medien vermittelt und in internationale Fachtagungen eingebracht.

Bewerbungen zur Teilnahme an dem Reinigungsprojekt konnten bis zum 15. Februar 2014 bei der Deutschen UNESCO-Kommission eingereicht werden.

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