Julia Klöckner: „Aktive Forstwirtschaft ist konkreter Klimaschutz“

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Julia Klöckner: „Aktive Forstwirtschaft ist konkreter Klimaschutz“

Bundeswaldministerin begrüßt Einigung auf eine Walderklärung zur Rolle bewirtschafteter Wälder bei der Weltklimakonferenz in Kattowitz

Auf der Weltklimakonferenz in Kattowitz haben sich die Vertragsstaaten gestern Abend auf eine gemeinsame Walderklärung geeinigt. Dazu erklärt Bundesministerin Julia Klöckner: „Ohne den Beitrag der Wälder weltweit, die gigantische Kohlendioxidspeicher sind, werden wir die Klimaerwärmung nicht eindämmen können. Dabei ist besonders die aktive Forstwirtschaft konkreter Klimaschutz. Denn es sind gerade die nachhaltig bewirtschafteten Waldflächen, die hier eine entscheidende Rolle spielen. Konkret: Die jährlichen Emissionen Deutschlands würden um 14 Prozent höher liegen, wenn die Wälder hierzulande nicht nachhaltig genutzt würden. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler, die wir als Ministerium mit dieser Fragestellung beauftragt hatten. Das belegt eindrucksvoll, wie wichtig unsere Forstwirtschaft ist, wenn es um den Schutz unsere Klimas geht.“

Neben der wichtigen Filterfunktion der Wälder für das klimaschädliche Kohlendioxid kann das in hiesigen Wäldern eingeschlagene Holz zur energetischen Verwendung oder für Häuserbau und andere sehr dauerhafte Verwendungen herangezogen werden. So leistet die Forstwirtschaft einen wichtigen Beitrag für eine klimaneutrale Rohstoffversorgung der Zukunft.

Bundeswaldministerin Julia Klöckner: „Unsere heimische Forstwirtschaft ist weltweit Vorreiter, wird von vielen Ländern als Beispiel gesehen. Und die systematische Waldinventur, die alle zehn Jahre durchgeführt wird, sowie weitere Sondererhebungen zeigen, dass unsere Wälder trotz beständiger Holznutzung in einem guten Zustand sind. Die Waldflächen nehmen zu, ebenso unsere Holzvorräte. Umso wichtiger, unser Wissen mit anderen Staaten zu teilen – das machen wir gerne. Insofern begrüße ich auch den aktuellen Vorschlag der gesamteuropäischen Staatengemeinschaft, Verhandlungen zu einer Waldkonvention für Europa bald zu einem Abschluss zu bringen“.

Hintergrund

Die Verhandlungen über diese Konvention unter Beteiligung Russlands waren 2013 u.a. wegen der aufkommenden Ukrainekrise, ins Stocken geraten. Im Rahmen der Konvention soll die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf dem Gebiet der nachhaltigen Forstwirtschaft weit über den Ural hinaus vorangebracht werden.

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