Ingenieurbüro 2030 – Willkommen Kollege Roboter? 

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Bamberg, Die Baubranche boomt (noch), Planungs- und Projektsteuerungsleistungen von Ingenieuren und Architekten sind gefragt, viele Planungsbüros arbeiten hart an der Kapazitätsgrenze, suchen dringend qualifiziertes Personal. „Deshalb ist jetzt der richtige Zeitpunkt, an die Zukunft zu denken, den Blick über das Tagesgeschäft hinaus zu lenken“, sagte VBI-Präsident Jörg Thiele heute in Bamberg anlässlich des VBI-Kongresses 2019 zum Thema „Ingenieurbüro 2030 – Bleibt Kreativität menschlich?“.

Der Einzug digitaler Technologien wird das Bauen in den kommenden Jahren von Grund auf verändern, erfolgreiche Geschäftsmodelle von heute über den Haufen werfen. „Darauf wollen wir unsere Mitgliedsunternehmen einstellen, Denkanstöße vermitteln und die unternehmerischen Sinne dafür sensibilisieren, wo neue Geschäftsmodelle entstehen, der Kollege Roboter an die Bürotür klopft“, erläutert Thiele.

Die deutsche Autoindustrie habe gezeigt, wie man es nicht macht. Gerade noch gefeiert, jagen die Konzerne derzeit der selbst verschlafenen Zukunft hinterher – Ausgang ungewiss, betont VBI-Vorstand Stephan Weber. Die VBI-Verbandsführung wolle den Planungsbüros, vor allem den eigenen Mitgliedsunternehmen, ein ähnliches Desaster ersparen, so Weber: „Stillstand bedeutet Rückschritt. Wer sich jetzt nicht in Richtung Zukunft bewegt, wird schon bald von der rasanten Entwicklung abgehängt“.

Stand in den vergangenen Jahren unter dem Stichwort BIM (Building Information Modeling) vor allem die Methodik des Planen und Bauens im Mittelpunkt des brancheninternen Diskurses, richtet der VBI mit seinem Kongress jetzt den Blick auf die Büros selber und die Branchenstrukturen, „weil die Digitalisierung nicht nur Arbeitsprozesse verändert, sondern neue Leistungsbilder und Geschäftsmodelle hervorbringen wird“, so VBI-Präsident Thiele.

Als Impulsgeber und Diskussionspartner für die 230 Kongressteilnehmer hat der VBI den österreichischen Trendforscher und Strategieberater Franz Kühmayer eingeladen, der sein visionäres Bild von der Zukunft unserer Arbeit vorstellt, die Ingenieure dabei mit der unbequemen Frage konfrontiert, wie viel Kreativität ihre Arbeit tatsächlich erfordert. KI-Forscher Prof. Dr. Andreas Dengel vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz DFKI geht der Frage nach, welche Unterstützung im Arbeitsalltag von KI und anderen datenbasierten Technologien zu erwarten ist.

Vier Praxisberichte nehmen die Impulse auf und zeigen, wie sich die Branche bereits ändert:  Brigitta Fiesel berät mit dem von ihr gegründeten Unternehmen Cadventure die Baubranche bei der Nutzung digitaler Planungsmethoden (BIM) bei hochkomplexen Infrastrukturprojekten. Jeffrey Seeck hat das von ihm gegründete Unternehmen für die Zukunft neu aufgestellt und in ein internationales Netzwerk überführt. Alexander Götz, StartUp-Unternehmer aus Amberg, unterstützt Planungsunternehmen bei der Digitalisierung, Roland Mogk, Projekt Pro GmbH, entwickelt Software für Ingenieurunternehmen.

„Wir hoffen, dass vom diesjährigen VBI-Kongress ein spürbarer Schuss Optimismus ausgeht, der den Ingenieur- und Architektenunternehmen im VBI dabei hilft, die Herausforderungen des digitalen Wandels erfolgreich zu meistern“, blickt VBI-Präsident Thiele nach vorn. Zur stärkeren digitalen Vernetzung im Verband selbst, trage ab sofort auch die neue VBI-Website bei, deren Premiere mogen (8. November) folgt.

Der VBI ist wirtschaftliche und berufspolitische Interessenvertretung von rund 2.000 Ingenieur- und Architektenunternehmen, die mit mehr als 40.000 Mitarbeitern als unabhängige Planer und Berater auf allen Gebieten der Bauwirtschaft und des technisch-wirtschaftlichen Consulting tätig sind. 

Weitere Informationen: Verband Beratender Ingenieure VBI, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ines Bronowski, Budapester Straße 31, 10787 Berlin, E-Mail: bronowski@vbi.de, Tel.: 030/26062-230, www.vbi.de

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