Deutsche UNESCO-Kommission und Kärcher wählen Kulturdenkmäler für Modellprojekt aus

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Welterbestätten denkmalgerecht erhalten

Die Deutsche UNESCO-Kommission und der Reinigungsspezialist Kärcher fördern mit einem bundesweiten Modellprojekt den Erhalt von Kulturdenkmälern in Deutschland. Dazu wird eine deutsche UNESCO-Welterbestätte kostenlos und denkmalgerecht gereinigt. Die Fachjury hat sich heute für drei Kulturdenkmäler entschieden, die in eine engere Auswahl kommen: die Karls- und Hubertuskapelle des Aachener Doms, das Quedlinburger Rathaus und der Frankoniabrunnen der Würzburger Residenz.

„Viele Welterbestätten sind weltweit durch Klimawandel, Umwelteinflüsse oder Erosionen bedroht“, sagt Dr. Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission. „Um das Welterbe für die kommenden Generationen auch bei uns gut zu erhalten, sind umfangreiche Maßnahmen notwendig. Wir freuen uns, dass ein Unternehmen wie Kärcher nicht nur technisches Know-how entwickelt, sondern den Erhalt des Kulturerbes auch aktiv unterstützt und damit gesellschaftliche Verantwortung übernimmt.“

Kärcher setzt sich seit mehr als 30 Jahren für den Erhalt historischer Monumente und Gebäude ein. „Unser Unternehmen hat einen eigenen Ansatz, Kulturerbe zu fördern“, sagt Hartmut Jenner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Alfred Kärcher GmbH & Co. KG. „Unsere Kultursponsoring-Aktivitäten gehen über die Bereitstellung finanzieller Mittel hinaus. Mit dem Einsatz erfahrener Mitarbeiter, unserem Fachwissen und unserer Hingabe leisten wir auch einen ganz persönlichen Beitrag.“

Bis Februar konnten sich die 38 deutschen Welterbestätten für das Modellprojekt zum Thema Nachhaltigkeit bewerben. Ingesamt 14 Dossiers aus neun Welterbestätten waren bei der Jury eingegangen, die neben Vertretern der Deutschen UNESCO-Kommission und Kärcher mit Fachleuten aus der Denkmalpflege, Kultur und Wissenschaft besetzt ist.

Um die Verschmutzung der Bausubstanz und die geeignete Reinigungsmethode zu bestimmen, untersucht Kärcher bis zum Sommer die ausgewählten Bewerberstätten. Die Fachjury wählt dann im Herbst die Welterbestätte aus, die von Kärcher 2015 in Absprache mit der zuständigen Denkmalbehörde und in enger Zusammenarbeit mit Restauratoren gereinigt wird. Die Deutsche UNESCO-Kommission begleitet das Projekt mit Bildungsmaßnahmen für Jugendliche, die Hochschule für Technik Stuttgart betreut die Initiative wissenschaftlich.

Die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Kärcher ist Teil des Public Private Partnerships-Programms der Deutschen UNESCO-Kommission. Für zwei Jahre bündeln die Partner ihre Fachkompetenz zum Erhalt von Kulturdenkmälern. Der Schutz des Welterbes ist ein kulturpolitischer Arbeitsschwerpunkt der Deutschen UNESCO-Kommission. Kärcher hat bereits über 100 denkmalgeschützte Bauwerke weltweit restauriert – darunter die Kolonnaden am Petersplatz, die Christusstatue in Rio de Janeiro und das Brandenburger Tor.

Mitglieder der Fachjury
Neben je einem Vertreter von Kärcher und der Deutschen UNESCO-Kommission gehören der Fachjury an:

  • Professor Berthold Burkhardt, Vorstandsmitglied und Sprecher der Welterbemonitoringgruppe von ICOMOS Deutschland
  • Professorin Gabriele Grassegger-Schön, Leiterin des Labors Bauchemie an der Hochschule für Technik Stuttgart
  • Dr. Birgitta Ringbeck, Beauftragte der Länder im UNESCO-Welterbekomitee, derzeit Auswärtiges Amt
  • Georg Schmid, Stellvertretender Sprecher Landesgruppe Baden-Württemberg im Verband der Restauratoren
  • Ministerialdirigent a.D. Dr. Werner von Trützschler, Vertreter der ad hoc AG Welterbe der Länder bei der Kultusministerkonferenz
  • Professor Gerd Weiß, Vorsitzender der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger
  • Otto Wölbert, Restaurator des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg
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