Mut zum Modulbau

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Mit seriellen Bauweisen lässt sich der Bedarf an Schulen, Verwaltungsgebäuden, Krankenhäusern und Wohnraum schnell und flexibel decken. Ein Allheilmittel im Bauwesen sind sie jedoch nicht. Sie sind eine Option im planerischen Instrumentenkasten. Ein Instrument allerdings, das – wenn man es richtig anwendet – gleichbleibende Qualität sicherstellt, Zeit spart und fixe Kosten ermöglicht.  

Die große Herausforderung für Bauherren und Architekten sind die Planungs- und Bauprozesse, die sich doch erheblich von denen der konventionellen Bauweise unterscheiden. Viele Architekten und auch Bauherren haben aber noch immer Vorbehalte gegenüber modularen Bauweisen.

Die Architekturfachzeitschrift Detail hat nun ein Buch zum modularen Bauen herausgebracht, das die Möglichkeiten und Chancen des seriellen Bauens zeigt. Der Herausgeber Thomas Jakob, Redakteur bei Detail, hat dazu mit vielen Architekten über ihre Erfahrungen im Modulbau gesprochen. Zu Wort kommen Architekten, die zum ersten Mal mit seriellen Elementen oder Raummodulen geplant haben, aber auch solche, die schon mehrere Gebäude in Modulbauweise gebaut haben. Die Bandbreite der Projekte reicht vom einfachen Hortgebäude über einen Systembaukasten für den Wohnungsbau bis hin zu Großprojekten im Krankenhausbau. Auch die Modulbauunternehmen kommen zu Wort. Denn sie bieten mittlerweile eine erstaunliche Bandbreite an Lösungen, auf die Architekten und Bauherren zurückgreifen können und die sich je nach Bedarf auch individuell anpassen lassen.

Wie wichtig dabei die enge Zusammenarbeit zwischen Planern und ausführendem Unternehmen ist, das betonen alle Architekten, mit denen Jakob gesprochen hat. Und auch die meisten Unternehmen sind offen für eine enge Zusammenarbeit. Sie möchten von den Architekten lernen und sich mit ihnen weiterentwickeln. Aber auch die Planer können von den Unternehmen lernen. Denn ob sie es wollen oder nicht: Die Vorfertigung wird weiter zunehmen. Damit daraus auch qualitätsvolle Architektur entsteht, müssen sie sich mit dieser Bauweise auseinandersetzen, sich einbringen und einmischen. Die Architekten, die dies getan haben, schätzen die Vorteile des seriellen Bauens. Und sie werden wieder modular bauen, wenn es die Bauaufgabe hergibt.

Thomas Jakob (Hrsg.): modulbau. 168 Seiten. Zahlreiche Abbildungen, Format 20 x 28,9 cm, Deutsch, Softcover. ISBN: 978-3-95553-502-5, 39.90 Euro. Detail Business Information GmbH, München

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