Für alle Fälle gewappnet: Einsatzfahrzeuge von Daimler auf der RETTmobil 2015

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Mercedes-Benz Vito Notarzt-Einsatzwagen NEF

  • Das neue T-Modell der C-Klasse für den Notarzt
  • Der GLK im Rettungsdienst
  • Viel Platz im neuen Vito
  • Der neue Sprinter im Krankentransport
  • Der neue hochgeländegängige Unimog
  • Fuso Canter 4×4 als Feuerwehrfahrzeug

Mit einer Vielzahl neuer Modelle präsentiert sich Daimler zum 15. Mal in 15 Jahren auf der europäischen Leitmesse für Rettung und Mobilität RETTmobil 2015 in Fulda. Von der C-Klasse für den Notarzteinsatz über den Sprinter als Krankentransportwagen bis zum hochgeländegängigen Unimog für den Katastrophenschutz reicht die Bandbreite der in diesem Jahr ausge-stellten Fahrzeuge. Dazu kommt auf den Ständen vieler europäischer Auf-bauhersteller eine große Anzahl an Rettungs- und Sonderfahrzeugen mit dem Stern an der Front für den Einsatz bei Rettungsdiensten, Kranken-transportunternehmen, Feuerwehren und Katastrophenschutzorgani-sationen im In-und Ausland.

Das neue T-Modell der C-Klasse für den Notarzt

Mit dem neuen T-Modell vergrößert Mercedes-Benz seit September 2014 die C-Klasse-Familie. Der Kombi glänzt durch klares und gleichzeitig emotional-sportliches Design, innovative Technik, Variabilität sowie ein zum Vorgängermodell nochmals vergrößertes Ladevolumen.Außerdem bietet er mit vielen neuen Assistenzsystemen nicht nur Sicherheit auf höchstem Niveau, sondern setzt dank intelligentem Leichtbau, hervorragender Aero-dynamik und neuen, sparsamen Motoren auch Effizienz-Bestwerte in seinem Segment. Das neue T-Modell der C-Klasse hat in seinen Abmessungen deutlich zugelegt. Bei 80 mm mehr Radstand (2840 mm) gegenüber dem Vorgänger wuchsen die Fahrzeuglänge um 96 mm auf 4702 mm und die Fahrzeugbreite um 40 mm auf 1810 mm. Der daraus resultierende Raumgewinn kommt mit 45 mm größerer Beinfreiheit vor allem den Fondpassagieren zugute. Auch die Innenraumbreiten und die Kopffreiheit übertreffen die Maße des Vorgängers. Der Wachstumsschub bezieht auch den Laderaum ein.

Das sportliche Heck des neuen C-Klasse T-Modells birgt eine maximale Ladekapazität von 1510 l (nach ISO 3832). Es übertrifft damit die seines Vorgängers um zehn Liter. Das Laderaumvolumen hinter den Fondsitzen wuchs um fünf Liter auf 490 l. Dank innovativer Lösungen wiegt der Rohbau des neuen C-Klasse T-Modells weniger, schafft mit überragender Steifigkeit die Basis für hervorragendes Fahrverhalten und besten Geräusch- und Schwingungskomfort und bietet hohe Crashsicherheit. Mit einem Aluminiumanteil von 49 Prozent und bis zu 65 kg weniger Fahrzeug-gesamtgewicht ist der Kombi Leichtbau-Leader in seinem Segment.

Käufer des T-Modells haben künftig die Wahl zwischen zwei Varianten des serienmäßigen Fahrwerks mit Stahlfederung, darunter auch eine sportliche Auslegung. Als Alternative bietet Mercedes-Benz außerdem zum ersten Mal in diesem Segment eine Luftfederung an. Die AIRMATIC schafft den Spagat zwischen hohem Fahrkomfort und dynamisch-agilem Fahrverhalten. Über-dies bietet die AIRMATIC eine Rundum-Niveauregulierung für besten Fahr-komfort auch bei beladenem Fahrzeug. Wie gewohnt gibt es das neue C – Klasse T-Modell auch mit 4MATIC Allradantrieb.

Das auf der RETTmobil gezeigte Mercedes-Benz C 220 BlueTec T-Modell ist für den Ausbau zum Notarzt-Einsatzfahrzeug NEF vorgesehen und besitzt bereits die dafür vorgesehenen Warnanlagen und eine entsprechende Außenkennzeichnung in Form einer Flächenfolierung in tagesleuchtrot RAL 3026 von 3M und Linienmarkierung in Gapform von Reflexite. Als Sonder-signalanlage kommt ein Warnbalken Typ Zirkon von Pintsch Bamag in Verbindung mit einem Car-PC des Typs CARAT zum Einsatz. Die Umrüstung erfolgte durch die Daimler-Tochter CARS in Wiedemar bei Leipzig.

Der C 220 BlueTec ist mit einem Reihenvierzylinder-Dieselmotor mit einem Hubraum von 2143 cm3 und einer Leistung von 125 kW (170 PS) bei 3000 – 4200 U/min ausgestattet. Das maximale Drehmoment beträgt 400 Nm bei 1400 – 2800 U/min.

Der GLK im Rettungsdienst

Winterliche Straßenverhältnisse, unbefestigte Wege und Baustellenbereiche sind im Rettungsdienst Alltag. Gut, wenn die Einsatzkräfte dann über ein Fahrzeug verfügen können, dass sich davon nicht beeindrucken lässt. Ein SUV ist deshalb erste Wahl für diesen Zweck. Der Mercedes-Benz GLK bietet überragende Fahrdynamik, ausgezeichnete Fahrsicherheit und hervorragenden Fahrkomfort. Neben den Versionen mit Heckantrieb beweisen die permanent allradgetriebenen 4MATIC-Modelle Durch-setzungsvermögen auch unter widrigsten Bedingungen – sowohl on- wie offroad. Denn nach wie vor gilt für SUV-Modelle und Geländewagen von Mercedes-Benz: Wo „G“ draufsteht, ist auch „G“ drin. Dazu gehören kurze Überhänge, die aufrechte Front, schlanke Dachsäulen, eine steile Wind-schutzscheibe und die straffe Dachlinie. Die Karosseriegestaltung ist dabei kein stilistischer Selbstzweck, vielmehr überträgt sie Geländewagen-typische Vorteile in die Klasse der kompakten SUV. Geländespezifische Daten wie Böschungswinkel und Bodenfreiheit überzeugen und machen Ausflüge jenseits befestigter Wege jederzeit möglich. Die Übersichtlichkeit der Karosserie und die gute Rundumsicht im Verbund mit der Sitzposition erhöhen die Alltagstauglichkeit und sorgen für entspanntes Fahren.

Lieferbar ist ein Offroad-Technik-Paket, das mit Downhill-Speed-Regulation (DSR), Offroad-Fahrprogramm (Anpassung Getriebeschaltpunkte und Gaspedal-Kennlinie), technischem Unterschutz in hochstabilem Kunststoff „Gemtex“ und angehobenem Fahrwerk für ein hohes Durchsetzungs-vermögen abseits befestigter Wege sorgt.

Den auf der RETTmobil präsentierten GLK 220 CDI 4MATIC rüstete CARS in Wiedemar als Basisfahrzeug für ein Notarzt-Einsatzfahrzeug NEF um. Eine entsprechende Außenkennzeichnung in Form einer Flächenfolierung in tagesleuchtrot RAL 3026 von 3M, einer Designbeklebung von Reflexite, Folienschriftzügen von 3M sowie einer Kontur- und Linienmarkierung in Gapform von Reflexite macht dies deutlich. Als Sondersignalanlage kommt ein Warnbalken Typ Zirkon von Pintsch Bamag zum Einsatz.

Der GLK 220 CDI 4MATIC ist mit einem Reihenvierzylinder-Dieselmotor mit einem Hubraum von 2143 cm3 und einer Leistung von 125 kW (170 PS) bei 3200 – 4200 U/min ausgestattet. Das maximale Drehmoment beträgt 400 Nm bei 1400 – 2800 U/min. Die Wandlerautomatik 7G-TRONIC PLUS ist Standard bei allen 4MATIC-Modellen des GLK.

Viel Platz im neuen Vito

Handfeste äußere Stärken und große innere Werte, höchster Nutzen und niedrige Kosten – der neue Mercedes-Benz Vito ist der vielseitige Vollprofi unter den Mid-Size Vans zwischen 2,5 t und 3,2 t zulässigem Gesamt-gewicht. Das Design des neuen Vito ist prägnant und gleichzeitig funktionell. Sein Cockpit hochwertig und fahrerfreundlich. Seine Motoren sind unübertroffen sparsam. Mit Hinterrad-, Allrad- und jetzt auch Vorder-radantrieb ist der Vito einzigartig vielseitig. Die Nutzlast liegt mit maximal 1369 kg verblüffend hoch. Seinen Wettbewerbern fährt er mit neuen Assistenz- und Sicherheitssystemen davon. Nicht zuletzt setzt das Programm aus Kastenwagen, Mixto und der neuen Personentransporter-Fahrzeugfamilie Tourer Maßstäbe.

Das komplett neu entwickelte Cockpit des neuen Vito ist ein Muster an Funktionalität und ergonomisch vorbildlich gestaltet. Seine symmetrische Grundform mit einer klaren und aufgeräumten Struktur ist Basis für höchste Bediensicherheit. Alle Bedienungselemente liegen in unmittelbarer Reichweite des Fahrers.

Einzigartig in seiner Klasse ist die Serienausstattung des neuen Vito mit dem Seitenwind-Assistent. Er kompensiert Einflüsse von Windböen auf das Fahrzeug im Rahmen der physikalischen Möglichkeiten nahezu vollständig. Das erforderliche Gegenlenken ist reduziert, der Fahrer wird deutlich ent-lastet. Der Seitenwind-Assistent baut auf das serienmäßige elektronische Stabilitätsprogramm ESP auf und wird ab einer Geschwindigkeit von 80 km/h aktiviert.

Ebenfalls serienmäßig ist die Reifendruck-Überwachung. Sie misst den Luftdruck einzelner Reifen und zeigt bei Luftverlust im Kombiinstrument eine Warnung an. Die Reifendruck-Überwachung erfüllt gleich mehrere Zwecke: Zu geringer Reifendruck ist nicht nur ein Sicherheitsrisiko, niedriger Luftdruck erhöht ebenfalls den Kraftstoffverbrauch.

Der auf der RETTmobil von Mercedes-Benz gezeigte Vito 119 BlueTec in der Ausführung Tourer BASE lang (Radstand 3200 mm; mit verlängertem Über-hang hinten) mit rechtsseitiger Schiebetür bietet eine hervorragende Basis für ein geräumiges wie auch komfortables Notarzt-Einsatzfahrzeug NEF. Der Vito Tourer BASE bietet sich als wirtschaftliches und funktionelles Trans-portmittel hervorragend zum Ausbau als Einsatzfahrzeug an. Seine Ausstat-tung ist mit fester Verglasung im Fond, robustem und rutschhemmendem Siebdruck-Fußboden sowie Seitenwand- und Dachverkleidung aus leicht zu reinigenden Hartfaserplatten betont funktionell und sachlich. Der arktikweiß lackierte Kombi verfügt über ein zulässiges Gesamtgewicht von 3050 kg. Der Euro-6-Turbodieselmotor OM 651 DE 22 LA leistet 140 kW (190 PS) bei 3800 U/min und erreicht sein maximales Drehmoment von 440 Nm bei 1400 – 2400 U/min. Die Kraftübertragung erfolgt durch die bewährte Wandlerautomatik 7G-TRONIC PLUS.

Der Ausbau des Vito 119 CDI zum NEF erfolgte durch die Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH (WAS). Der Mercedes-Benz Vito bietet aufgrund des großen Platzangebotes ein hohes Maß an Funktionalität. Eine optimale Raumausnutzung ermöglicht zum einen die gut zugängliche Unterbringung der Ausrüstung, zum anderen das höchste Maß an Sicherheit für die Besatzung.

Der Innenraum des Notarzteinsatzfahrzeugs ist mit einem Arbeitsraum mit Schreibtisch, Kommunikationsmitteln und Stauschränken so funktional eingerichtet, dass mühelos auf die Herausforderungen verschiedenster Einsätze angemessen reagiert werden kann.

Modulares Heckschranksystem zur Aufnahme der erforderlichen Ausrüstung

Im hinteren Teil des Fahrzeuges bietet das von WAS neu entwickelte modulare Heckschranksystem (MHS) viel Stauraum. Basierend auf der Erfahrung von Hunderten NEF wurde dieses konzipiert, um ein Höchstmaß an Ergonomie zu erreichen. Hierdurch lassen sich verschiedenste individuelle Anforderungen erfüllen.

Besonderes Augenmerk wird auf eine variable Aufnahme der vielen ver-schiedenen Medizintechnikgeräte gelegt. Insbesondere wenn sich die Beladung durch Modell- oder Herstellerwechsel ändert, ist eine Position-ierung im MHS problemlos möglich. Für den flexiblen Einsatz sind ver-schiedene hochwertige Module wählbar. Viele elektrische Anschluss-möglichkeiten sind vorhanden, um die Medizintechnik mit Energie zu versorgen. Die Anschlussleitungen sind hierbei in Energieketten geführt, um den hohen Anforderungen eines Einsatzfahrzeuges gerecht zu werden.

Die Innenausstattung bietet einen zentralen Arbeitstisch mit einem kom-fortablen Sitzplatz. Optional sind hierfür Rückenlehnenverstellung, Drehkonsole sowie Längsverstellung möglich. Weiterhin ist der Arbeitsplatz so positioniert, dass auch die Einstellungsmöglichkeiten der vorderen Originalsitze weiterhin vollumfänglich gewährleistet sind. Auch auf längeren Einsatzfahrten bleibt der Sitzkomfort des Basisfahrzeugs erhalten und trägt zu einem ergonomischen Arbeiten bei.

Im Inneren des zentralen Geschränks läuft die Steuerungs- und Kom-munikationstechnik in einem integrierten Technikfach zusammen und ist für Service- und Wartung optimal erreichbar. Eine optionale Acrylglasauflage erweitert die Funktionalität des Arbeitstisches zusätzlich. Seitlich unter dem Arbeitstisch und zugänglich über die Schiebetür befindet sich ein weiteres modulares Schrankelement. Hier stehen ein Schubladenmodul oder ein Drehtürmodul für die Unterbringung des Notfallequipments zur Auswahl. Optional kann auch ein individuell gefertigtes Sondermodul gewählt werden. Zwischen Fahrer- und Beifahrersitz steht eine geräumige Mittelkonsole für die Aufnahme von Ordnern und Kartenmaterial zur Verfügung.

Für optimale Arbeitsbedingungen auch in der Nacht sorgt ein innovatives Beleuchtungskonzept. Eine um 360°verstellbare LED-Leseleuchte mit „Smart-Touch“-Bedienung erleichtert die Arbeit im Fahrerhaus. Die Be-leuchtung im Innenraum ist mit sparsamen und leuchtstarken LEDs mit Nachtruhelicht ausgeführt. Für die Ausleuchtung des Modularen Heck-schranksystems (MHS) sorgt auch bei widrigen Wetterbedingungen eine automatische LED-Beleuchtung mit 1100 Lumen. Durch den Einsatz einer CAN-Bus-Steuerelektronik können selbst anspruchsvolle Anforderungen an Licht-, Warn- und Energietechnik intelligent umgesetzt werden. Auch hier sind verschiedene Bedienarten wählbar. Von der konventionellen Kipp-schaltertechnik bis hin zum Touchscreen kann jeder individuelle Kundenwunsch realisiert werden.

Das Fahrzeug besitzt vorne wie auch hinten zur optimalen Ausleuchtung zwei LED Lichtbalken mit automatischer Tag-Nacht-Umschaltung. Das aerodynamisch optimierte Gehäuse sorgt für einen geringen Luftwiderstand, was zu einem verminderten Geräuschpegel und einem geringen Verbrauch führt. Zusätzlich sind in den Kühlergrill zwei LED-Frontblitzer zur Optimierung der Warnwirkung eingearbeitet.

Der neue Sprinter „Rescuer“ im Krankentransport

Er hat einer ganzen Fahrzeugklasse einen Namen gegeben – der Mercedes-Benz Sprinter ist weltweit das Synonym für die Large Vans rund um die 3,5 t-Klasse. Stets ist der Sprinter Innovationsführer in seiner Klasse. Jetzt stellt er dies erneut unter Beweis: Der neue Sprinter setzt mit fünf neuen Sicherheitssystemen und einer markanten Optik erneut Maßstäbe.

Sicherheitssysteme im neuen Sprinter

Schon traditionell ist der Sprinter Vorreiter für Fahrer-Assistenzsysteme. Fünf Assistenzsysteme helfen beim neuen Sprinter, die Zahl der Unfälle noch weiter zu verringern. Dazu zählen der serienmäßige Seitenwind-Assistent (Crosswind Assist) und die optional erhältlichen Assistenzsysteme Abstands-Warnassistent (COLLISION PREVENTION ASSIST) und der Tot-winkel-Assistent (Blind Spot Assist). Neu sind außerdem der Fernlicht-Assistent (Highbeam Assist) sowie der Spurhalte-Assistent (Lane Keeping Assist). Die Entwickler von Mercedes-Benz sind sich sicher: Die elektron-ischen Helfer werden sich in der Van-Klasse äußerst positiv auf das Unfallgeschehen auswirken.

Der Seitenwind-Assistent ist als Funktion des elektronischen Stabilitäts-programms Bestandteil der Serienausstattung. Die anderen Assistenz-systeme sind als Einzelextras bzw. in logisch zusammengestellten Paketen bestellbar. Damit kann jeder Käufer seinen Sprinter individuell für den jeweiligen Einsatz konfigurieren.

Darüber hinaus hat Mercedes-Benz die Fahrdynamik des Sprinter nochmals erhöht. Eine Absenkung des Fahrwerks verringert Luftwiderstand, Ver-brauch und erleichtert das Be- und Entladen.

Unverändert bleibt das Leistungsangebot der Dieselmotoren: Es setzt sich aus Vier- und Sechszylindern mit einer Spanne von 70 kW (95 PS) bis 140 kW (190 PS) zusammen. Die Kraftübertragung übernimmt entweder das Sechsgang-Schaltgetriebe ECO Gear oder die Siebengang-Wandlerautomatik 7G-TRONIC PLUS, die einzige ihrer Art in einem Transporter.

Auf der RETTmobil 2015 zeigt Mercedes-Benz den Sprinter 313 CDI als Krankentransportwagen Typ A2 gemäß EN 1789 in reinweiß mit kurzem Radstand (3250 mm) und Flachdach. Mit dem Sprinter Sondermodell „Rescuer“ wird Mercedes-Benz sich neu im KTW-Markt positionieren. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 3500 Kilogramm. Der Vierzylinder-Turbodiesel (Euro 5b+) des Typs OM 651 DE 22 LA leistet 95 kW (129 PS) bei 3800 U/min und verleiht dem kompakten Kastenwagen in Verbindung mit der Wandlerautomatik 7G-TRONIC PLUS herausragende Fahr-eigenschaften. Mit einer verstärkten Vorderachse sowie verstärkten Federn und Dämpfern ist das Fahrzeug auf die hohen Belastungen im täglichen Einsatzdienst bestens vorbereitet. Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht und eine Scheinwerfer-Reinigungsanlage sorgen auch bei ungemütlichen Witterungsverhältnissen für gute Sicht. Fahrer- und Beifahrer-Airbag sowie das serienmäßige ESP und der Seitenwind-Assistent sind weitere Sicherheitsausstattungen. Für angenehme Innenraumtemperaturen sorgen die halbautomatisch geregelte Klimaanlage TEMPMATIC und eine elektrische Warmluft-Zusatzheizung.

Der Ausbau des Sprinter 313 CDI zum Krankentransportwagen erfolgte durch Ambulanz Mobile aus Schönebeck/Elbe, die dieses Modell unter der Bezeichnung TAURIS SC führen. Wesentliche Merkmale dieser Ausbau-variante sind eine Trennwand zwischen Fahrer- und Patientenraum aus ABS-Formteilen mit Schiebefenster, eine Innenverkleidung aus 4-mm-ABS-Kunststofftiefziehteilen und ein durchgehender Sicherheitsfußboden als Wanne seitlich erhöht. Die Fenster im Patientenraum sind dunkel foliert und mattiert. Eine Klimaautomatik, eine Zusatzheizung und ein entsprechend der EN 1789 vorgeschriebener Dachlüfter ermöglichen auch im Patientenraum jederzeit angenehme Luftverhältnisse.

Der neue hochgeländegängige Unimog

Umweltfreundlicher und effizienter, dabei genauso geländegängig wie sein Vorgänger und noch robuster – also rundum verbessert – sind jetzt die hochgeländegängigen Unimog unterwegs und zwar in der neuen Bezeichnung U 4023 und U 5023 als Nachfolger der U 4000 und U 5000. Zum Einsatz kommt der neue drehmomentstarke BlueEfficiency Power BlueTec 6-Motor, ein Vierzylinder (Typ OM 934) mit einem Hubraum von 5132 cm3, einer Leistung von 170 kW (231 PS) und einem Drehmoment von 900 Nm. Das Unimog Getriebe wurde optimiert und leistungsgesteigert, so dass die Schaltzeiten jetzt bei gleichzeitiger Erhöhung der Lebensdauer kürzer sind. Die Getriebebedienung erfolgt über den Lenkstockhebel an der Lenksäule, welcher auch die Schnellreversierfunktion EQR (electronic quick reverse) beinhaltet. Wie bisher stehen acht Vorwärts- und sechs Rück-wärtsgänge zur Verfügung, optional auch eine Geländegruppe für Offroadeinsätze im Geschwindigkeitsbereich zwischen 2,5-35 km/h. Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Typen liegt in den Achsen und im Rahmen und damit den Achslasten und dem Gesamtgewicht. Beim U 4023 beträgt es maximal 10,3 Tonnen, beim U 5023 sind es maximal 14,5 Tonnen. Beide Typen verfügen über den gleichen Radstand von 3850 mm.

Bewährtes Kurzhauber-Fahrerhaus grundlegend überarbeitet

Dieses Fahrerhaus ist ein Klassiker. Für die Entwicklungsingenieure hieß es, unter dieser Kabine die Euro VI-Technik unterzubringen. Es gelang, indem der Motor um einen Meter nach hinten unter das Fahrerhaus versetzt wurde und nun das Herzstück des neuen Konzeptes bildet. Das neue Fahrerhaus wurde im Vergleich zum Vorgänger um 120 Millimeter verlängert und geringfügig erhöht, und mit der Verlagerung der Getriebebedienung von der Mittelkonsole zum Lenkstockhebel sind auch die Platzverhältnisse im Fahrerhaus Innenraum wesentlich verbessert. Im Interieur profitiert auch diese Baureihe von der neuen Ausstattung – Multifunktionslenkrad, verstellbare Lenksäule, Lenkstockhebel, Multifunktionstasten, Kombi-instrument mit großem Display sowie ein neues, verstärktes Heizungs- und Lüftungssystem sorgen für optimale Bedingungen für den Fahrer. Die Reifendruckregelanlage „Tirecontrol Plus“ wurde neu konzipiert, damit kann nun der für den jeweiligen Einsatz passende vorkonfigurierte Reifendruck einfach und komfortabel im Display über die Auswahl der Programme eingestellt werden. Vorgegeben sind die Modi „Straße“, „Sand“ und „Schlechtweg“. Außen zeigen der dynamisch gestaltete Kühlergrill und die neuen Stoßfänger mit modernen Leuchten auf den ersten Blick, dass hier eine neue Unimog-Generation im Einsatz ist. Völlig neu gestaltet wurde auch das Aufstiegskonzept zum Fahrerhaus mit einem komfortablen und sicheren, je nach Kundenwunsch zwei- oder dreistufigen Aufstieg.

Die veränderte Lage des Motors ermöglicht jetzt auch den direkten Geräte-abtrieb vom Motor, somit ist der Antrieb von Geräten unabhängig von der Fahrt im Gegensatz zum – weiterhin vorgehaltenen – Abtrieb vom Getriebe möglich.

Perfektion im Gelände

Das große Plus des hochgeländegängigen Unimog, seine optimalen Fahr-eigenschaften in schwerem Gelände, blieb unangetastet, in einzelnen Punkten wurden die Stärken weiter ausgebaut. Auf Grund der neuen Mittelmotorlage liegt die Rahmenkröpfung nun weiter hinten, insgesamt ist damit ein niedrigerer Fahrzeugschwerpunkt bei gleichzeitig hoher Boden-freiheit erreicht, was unter anderem die Fahreigenschaften im Offroad-einsatz verbessert. Dass der Rahmen dieser Unimog geschweißt ist, einschließlich der Rohrquerträger, garantiert die extrem gute Verwindung von bis zu 600 Millimetern bei der Fahrt im Gelände. Die Achsver-schränkung von bis zu 30 Grad macht die Schubrohrtechnik in Verbindung mit den Schraubenfedern möglich, indem sie die Achsen über Schubrohr und Schubkugel am Getriebe anbindet. Portalachsen, der niedrige Fahrzeugschwerpunkt und extrem günstige Werte bei Böschungswinkel (vorn 44 Grad, hinten 51 Grad), Rampenwinkel (34 Grad) und der Steigfähigkeit (45 Grad) – das macht den hochgeländegängigen Unimog komplett, dazu kommt die Watfähigkeit von maximal 1,20 Metern und ein seitlicher Neigungswinkel von 38 Grad. Die Fahrt in Extremsituationen mit zugeschaltetem Allradantrieb wird unterstützt von den zuschaltbaren Differenzialsperren und der Reifendruckregelanlage.

Zwei Versionen: U 4023 und U 5023

Mercedes-Benz zeigt auf der RETTmobil beide Versionen des neuen hochgeländegängigen Unimog.

Hingucker unmittelbar nach dem Haupteingang der Messe ist der neue U 5023 in der Ausführung mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 14 500 kg. Er zeigt mit seiner umfangreichen Ausrüstung als Pritschen-Lkw mit montiertem Streubehälter, Ladekran, Anbauplatte und Seilwinde die mögliche Vielfalt der Sonderausstattungen, die den Unimog auch in der Ausführung als hochgeländegängiges Fahrzeug auszeichnen. Als Sonder-ausstattungen verfügt dieser U 5023 über ein automatisiertes Schalt-getriebe und ein Nachschaltgetriebe mit Geländeuntersetzung, einen Motornebenabtrieb sowie die Reifendruckregelanlage Tirecontrol Plus. Die Watfähigkeit beträgt 1200 mm. Fahrer- und Beifahrersitz sind luftgefedert und beheizbar, zusätzlich ist ein Mittelsitz vorhanden. Die Kabine ist klimatisiert, über ein Kamera-Monitor-System kann der Fahrer den Seilwindenbetrieb überwachen.

Die Stahlpritsche wurde von Atlas aus Hamburg gefertigt. Zwischen Kabine und Pritsche ist ein mit einem Zweischalengreifer ausgestatteter hydrau-lischer Ladekran des Typs Atlas 75.2 – A2 montiert. Die Winterdienst-Streumaschine Stratos D30-22 stammt von Aebi Schmidt. Unterhalb des Frontstoßfängers erlaubt eine Anbauplatte die Aufnahme eines Schnee-pflugs oder anderer Anbaugeräte. Darüber ist an einem speziellen Anbau-beschlag eine Seilwinde des Typs Hy K6,5/BFW von HPC aus Neusäß montiert, die eine maximale Zugkraft von 65 kN erreicht und über eine Seillänge von 55 m verfügt. Angetrieben wird die Seilwinde über die neue und erstmals an diesem Fahrzeug verbaute Zweikreishydraulik.

Für Fahrten im Offroad-Parcours auf dem Messegelände steht ein Unimog U 4023 mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 10,3 t bereit. Das Fahr-zeug ist mit einer Reifendruckregelanlage, seitlich rechts hochgezogenem Abgasendrohr und Steinschlagschutzgittern aus Metall für Scheinwerfer, Heck- und Blinkleuchten ausgestattet. Der hochgeländegängige Unimog ist in astralsilber metallic lackiert und mit Pritsche und Plane von Zikun aus dem badischen Riegel ausgestattet.

Fuso Canter als Gerätewagen-Logistik für die Feuerwehr

Der Fuso Canter schließt in hervorragender Weise die Lücke zwischen den leichten Transportern und den mittelschweren Lkw. Mit Gesamtgewichten von 3,5 bis 8,55 t, verschiedenen Radständen von 2500 bis 4750 mm und mehreren Kabinenausführungen ergibt sich eine große Angebotsvielfalt. Die serienmäßig mit einem Hinterachsantrieb (4×2) und Motoren von 96 kW (130 PS) bis 129 kW (176 PS) ausgerüsteten Fuso Canter werden für den europäischen Markt im portugiesischen Tramagal gefertigt. Von dort stammt auch der besonders robuste und für den Einsatz abseits befestigter Wege bestens geeignete Canter 4×4 mit zuschaltbarem Allradantrieb.

Die funktionelle Fahrerkabine bietet serienmäßig eine Beifahrer-Doppel-sitzbank. Bedienung, Sitze, Heizung und Klimatisierung lassen keine Wünsche offen. Typischer Vorteil des Canter ist seine griffgünstige Joystick-Schaltung im Armaturenbett mit entsprechend freiem Durchgang in der Kabine. Vorbildlich ist die Sicherheitstechnik des Canter. Das beginnt mit einer leistungsstarken Motorbremse, umfasst Scheibenbremsen rundum sowie das serienmäßige elektronische Stabilitätsprogramm ESP mit zahlreichen Unterfunktionen. Auch die passive Sicherheit wird groß-geschrieben. Seitenaufprallschutz in den Türen und der Aufprallschutz Fuso RISE und Break Override Technik sind serienmäßig für alle Modelle. Optional liefert Fuso den Canter mit Fahrer- und Beifahrer-Airbag.

Überdies ist der Umgang mit dem Canter ein langfristiges Vergnügen: Die kataphoretische Tauchlackierung der Fahrerkabine bietet ebenso wie der pulverbeschichtete Rahmen einen Langzeit-Korrosionsschutz auf höchstem Niveau. Dies ergänzt vorzüglich die unverwüstliche Bauweise des Canter.

Canter 4×4: Noch mehr Zugkraft mit Untersetzungsgetriebe

Zu den Besonderheiten im Programm des Canter gehört die Ausführung mit Allradantrieb. Er wird in Europa unter der Typenbezeichnung 6C18 mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 6,5 Tonnen und 129 kW (176 PS) Motorleistung offeriert. Der Allradantrieb ist zuschaltbar. Das bedeutet hohe Reaktionsschnelligkeit bei wechselndem Gelände und gleichzeitig maximale Kraftstoffeffizienz als 4×2 im Straßenverkehr. Serienmäßig an Bord ist außerdem ein selbstsperrendes Hinterachsdifferenzial mit bis zu 70 Prozent Sperrwirkung.

Neu für den Canter 4×4 ist die serienmäßige Ausstattung mit einer zuschaltbaren Untersetzung. Sie verringert die Maximalgeschwindigkeit in den einzelnen Gängen um den Faktor 1,987 und erhöht gleichzeitig die Zugkraft um diesen Wert. Die Zuschaltung erfolgt im Stand bei ausgerückter Kupplung. Eine Kontrollleuchte zeigt dem Fahrer die Fahrt mit Reduktions-getriebe an. Trotz Verwendung einer länger übersetzten Hinterachse im Sinne höchster Kraftstoffeffizienz im Betrieb auf der Straße erreicht der Canter 4×4 jetzt eine Steigfähigkeit von beachtlichen 60 Prozent.

Der Canter 4×4 steht als Einzel- und Doppelkabine sowie in zwei Radständen zur Verfügung. Die Fahrgestell-Tragfähigkeit beträgt rund 3,5 t. Sollte dies nicht ausreichen, so lässt sich der Canter 4×4 aufgrund seiner hohen Achslastreserven (zulässige Achslasten vorn/hinten 2800/6000 kg) je nach Einsatz auf 7,0 t bzw. 7,5 t Gesamtgewicht auflasten.

Fahrerhaus und Aufbau stehen zugunsten bester Fahreigenschaften im Gelände deutlich höher. Deshalb erleichtert eine zusätzliche Trittstufe den Einstieg. Der Böschungswinkel vorne beträgt 35 Grad gegenüber 18 Grad beim Canter 4×2, hinten sind es 24 Grad zu 11 Grad. Die Bodenfreiheit erhöht sich im Vergleich zum Canter 4×2 von 219 mm auf bis zu 320 mm.

Die Kombination von robuster Bauweise und Geländefähigkeit prädestiniert den Fuso Canter 4×4 für alle Einsatzzwecke auch außerhalb befestigter Straßen, also auf Baustellen, bei Energieversorgern oder bei der Feuerwehr. Die Kabinenbreite von lediglich zwei Metern lässt den Canter 4×4 auch Engstellen mühelos passieren. Der stabile, dreiteilige Stoßfänger aus Stahl mit Kunststoff-Stoßecken verzeiht unsanfte Berührungen. Speziell abseits der Straße profitiert der Canter 4×4 von typischen Stärken der Baureihe: Platz sparende Frontlenker-Bauweise, extreme Wendigkeit und gute Sicht durch tief heruntergezogene Fenster.

Die Fuso Canter mit zulässigen Gesamtgewichten ab 6,5 t einschließlich Canter 4×4 verfügen über BlueTec 6 Motoren und damit zusätzlich über SCR-Technik mit AdBlue-Einspritzung und einen nachgeschalteten Oxidations-Katalysator. Das Volumen von Partikelfilter und SCR-Katalysator wurde vergrößert, um die schärferen Anforderungen von Euro VI zu erfüllen. Der AdBlue-Tank des Canter ist zugunsten einer einfachen Betankung auf der rechten Fahrzeugseite unmittelbar neben dem Kraftstofftank unter-gebracht und fasst 12 l. Das Mehrgewicht von Euro VI beläuft sich beim Canter auf ca. 30 kg. Dies fällt angesichts der hohen Nutzlast der Canter nicht ins Gewicht.

Der Partikelfilter ist in allen Modellen auf Fahrzeuglebensdauer ausgelegt, wartungsfrei und muss währenddessen weder gereinigt noch getauscht werden. Seine Regeneration erfolgt automatisch. Bei extremem Kurzstreckeneinsatz kann aufgrund niedriger Abgastemperaturen eine manuelle Regeneration notwendig werden. Eine Statusanzeige im Multifunktionsdisplay zeigt dies dem Fahrer gegebenenfalls an. Die manuelle Regeneration wird durch eine Taste aktiviert.

Viel Platz für Mannschaft und Material

Auf der RETTmobil wird erstmals ein Gerätewagen-Logistik für die Freiwillige Feuerwehr Braunlage im Harz auf Basis eines Fuso Canter 6C18D 4×4 mit zuschaltbarem Allradantrieb, Fünfgang-Schaltgetriebe und einer zulässigen Gesamtmasse von 7000 Kilogramm vorgestellt. Er ist mit einer serien-mäßigen, viertürigen Doppelkabine für bis zu sechs Einsatzkräfte ausgestattet. Mit einem Radstand von 3415 Millimetern ist das Fahrzeug kompakt und wendig. Der 3,0-Liter-Vierzylinder-Turbodieselmotor (Euro VI) mit dem internen Kürzel 4P10 leistet 129 kW (176 PS) bei 3500 U/min und verfügt über ein Drehmoment von 430 Nm bei 1600 bis 2860 U/min.

Als Gerätewagen-Logistik (GW-L) werden Sonderfahrzeuge der Feuerwehr bezeichnet, die vorrangig für Nachschubaufgaben eingesetzt werden oder seltener benötigtes Sondergerät zur Einsatzstelle bringen, das auf keinem der sonst vorhandenen Lösch- und Rüstfahrzeuge Platz findet. Zusätzlich sind GW-L oft auch für den Aufbau einer Löschwasserversorgung über eine lange Wegstrecke vorgesehen, indem sie das benötigte Schlauchmaterial z. B. in Rollcontainern oder Kassetten fertig gekuppelt mitführen und bei langsamer Fahrt über das Heck auslegen können.

Den Aufbau des Braunlager GW-L mit Pritsche und Plane fertigte Hartmann Spezialkarosserien GmbH aus dem hessischen Alsfeld. Die Bodengruppe des Aufbaus besteht aus Stahl, die Bordwände sind aus Aluminium. Der Fußboden aus 21 mm starkem, wasserfestem Sperrholz ist mit einer rutsch-hemmenden Oberfläche versiegelt. Versenkte Zurrringe zur Ladungs-sicherung sind alle 400 mm seitlich im Bodenrahmen eingeschraubt. An der Oberkante beider Bordwände sind Ankerlochleisten montiert, in die die drei Sperrstangen zur Ladungssicherung eingehängt werden können, dazu kommen vier Rollwagenhalter. An der Aufbaustirnwand ist ein Regalboden zur Aufnahme von je vier Schaufeln und Besen sowie einer Feuerwehraxt vorhanden.

Das Plangestell aus Stahl trägt eine rote Plane aus gewebeverstärktem PVC mit im Dach eingearbeiteter Lichtbahn. Im Aufbau sorgen vier LED-Lang-feldleuchten für Helligkeit. Die Pritsche hat die Innenabmessungen 3500 mm x 2280 mm (L x B), der Aufbau verfügt über eine Innenhöhe von 1950 mm. Zusätzlich ist rechts unter dem Aufbau ein Staukasten montiert. Je zwei Schäkel vorne und hinten am Fahrgestell, fest mit dem Rahmen verbunden, und eine akustische Rückfahrwarneinrichtung ergänzen die Fahrzeugausstattung.

Das Heck ist durch eine vollhydraulische Ladebordwand des Typs Dautel Lifter DL 1000 mit Aluminium-Plattform verschlossen. Sie hat die Ab-messungen 1800mm x 2350 mm, trägt bis zu 1000 kg und ist mit Abrollsicherungen für zwei Rollcontainer ausgestattet. Oberhalb der Ladebordwand ist im Heckportal eine gasfedergestützte Klappe eingebaut. Darüber befindet sich eine Konsole zur Aufnahme zusätzlicher Schluss-, Blink- und Bremsleuchten, eines 4fach-RWS-Systems und je einer Eckblink-leuchte in blau. Alle Leuchten sind in energiesparender LED-Technik ausgeführt.

Zusätzlich sind Arbeitsscheinwerfer in die Konsole integriert. Zwei Edelstahl-haltegriffe am Aufbauende und Taster mit akustischem Signal zum Fahrer (1x „Halt“, 2x „Fahren“) dienen der Sicherheit auf dem Aufbau mitfahrender Einsatzkräfte, die zum Beispiel die Schlauchverlegung aus Rollcontainern bei mit Schrittgeschwindigkeit fahrendem Fahrzeug überwachen.

Weiterhin hat der Aufbauhersteller die Ausrüstung des GW-L mit Funk- und Sondersignaltechnik vorgenommen. Auf dem Kabinendach ist eine elek-tronische Lichtbalkenanlage des Typs Hänsch DBS 4000 montiert, zwei blaue Frontblitzer und zwei Manövrierscheinwerfer an den Rückspiegel-halterungen ergänzen die Ausstattung. Im Fahrerraum sind Vorrüstungen für Analog- und Digitalfunk vorhanden, außerdem gibt es Ladehalterungen für Handsprechfunkgeräte und Handscheinwerfer. Für eine externe Spannungsversorgung stehen eine Ladesteckdose DEFA 230 V und ein Automatik-Ladegerät für die Starterbatterie und eine Zusatzbatterie zur Verfügung. Das Batteriemanagement sowie die Funktionslogik werden über ein modular konfigurierbares CAN-Bus-System gesteuert. Lagerungen für einen Anhaltestab, fünf Warnwesten und einen 6-kg-Feuerlöscher fehlen ebenfalls nicht. Lackiert ist der GW-L im Farbton „feuerwehrrot“ RAL 3000.

Für Fahrten im Offroad-Parcours steht ein Canter 6C18 4×4 mit einem Radstand von 3415 Millimetern und Komfortkabine für bis zu drei Personen bereit. Der 6,5-Tonner verfügt über einen werkseitigen Kipperaufbau. Der vollhydraulische Stahl-Dreiseitenkipper hat die Abmessungen 4400 mm x 2100 mm und besitzt 400 mm hohe Bordwände. Der Rahmen besteht aus verzinktem Stahlblech, der Aufbau aus KTL-beschichteten und lackierten Stahlblechen. Alternativ zur Serienfarbe Weiß werden die Kippaufbauten in der Farbe des Fahrerhauses lackiert. Analog zu den Pritschen besteht die Stirnwand aus verzinkten Stahlrohren mit Leiterträger und einem Gitter als Schutz der Rückwand. Eine abschließbare Staubox unter dem hinteren Überhang ist ebenso Serie wie integrierte Zurrpunkte im Boden und eine ausziehbare Leiter für den Aufstieg. Alle Bordwände sind abklappbar und zusätzlich pendelnd montiert. Beim Entladen können die Bordwände per Kette in 45-Grad-Stellung fixiert werden und dienen dann als Schüttschurre.

Interessierte Besucher können, die passende Fahrerlaubnis vorausgesetzt, das Fahrzeug im Offroad-Parcours der Messe in Begleitung eines erfahrenen Canter-Trainers selbst im Geländeeinsatz testen und erleben. Der Canter 4×4 mit zuschaltbarem Allradantrieb überzeugt mit kraftvoller Traktion. Sind die Vorderräder im Alltag auf der Straße wieder vollständig vom Antrieb entkoppelt, reduzieren sich Kraftstoffverbrauch, Verschleiß und der Wendekreisdurchmesser.

Drei Daimler-Messestände auf der RETTmobil 2015

Wie schon im Vorjahr präsentiert sich Daimler auch 2015 wieder auf drei Ständen im Messegelände Fulda-Galerie. In der Halle 1, Stand 104, präsentiert Mercedes-Benz aktuelle Rettungsfahrzeuge. Dort sind auch die Mitarbeiter vom Mercedes-Benz Vertrieb für Sonderfahrzeuge an allen drei Messetagen präsent und stehen für Fragen zu allen Mercedes-Benz Baureihen zur Verfügung.

Im Freigelände, Stand F 16, gleich hinter dem Haupteingang zur Messe, sind die Mitarbeiter von Mercedes-Benz Special Trucks aus Wörth mit dem neuen hochgeländegängigen Unimog U 5023 vertreten. Zusätzlich können mit einem U 4023 Fahrten durch den Offroad-Parcours auf dem Messegelände unternommen werden.

Der Fuso Canter 4×4 als Gerätewagen-Logistik für die Feuerwehr ist im Freigelände, Stand F 11, in der Nähe vom Offroad-Parcours zu finden. Ein weiteres Fahrzeug in der Ausführung als Dreiseitenkipper steht dort für Geländefahrten zur Verfügung.

Eine Erfolgsgeschichte Die Messe RETTmobil

Bereits seit 2001 präsentiert sich die Internationale Messe für Rettung und Mobilität RETTmobil jährlich in Fulda. Und ebenfalls zum 15. Mal zeigt Daimler dort seine aktuellen Einsatzfahrzeuge. Neben Rettungsfahrzeugherstellern finden sich Aussteller aus den Bereichen Medizintechnik, Schutzkleidung, Rettungsgeräte, Ausbildung, Kommunikationstechnik etc. Auch Verbände, Organisationen und Behörden sind auf den Ständen in 18 Hallen und im Freigelände mit einer Gesamtfläche von 70 000 m2 zu finden. Insgesamt präsentieren sich mehr als 460 Aussteller aus 20 Ländern. Fachvorträge und Workshops ergänzen das Programm. Schirmherr der RETTmobil 2015 ist der Präsident des Technischen Hilfswerks Albrecht Broemme.

Veranstalter der RETTmobil vom ersten Tage an sind die IKR (Interessengemeinschaft der Hersteller von Kranken- und Rettungsfahrzeugen e. V.) und die Messe Fulda GmbH. Sie erwarten in diesem Jahr erneut mehr als 20.000 Besucher, vornehmlich aus Europa, aber auch aus Asien, Afrika und Amerika.

Die RETTmobil 2015 findet statt vom 06. – 08. Mai 2015 auf dem Messegelände Fulda-Galerie (Wolf-Hirth-Str., 36041 Fulda), geöffnet ist täglich von 9 bis 17 Uhr. Kostenfreie Parkplätze stehen in großer Zahl direkt gegenüber vom Haupteingang der Messe zur Verfügung. Vom Bahnhof Fulda aus gibt es einen kostenfreien halbstündlichen Busshuttle zur Messe. Nähere Informationen unter www.rettmobil.org.

Mercedes-Benz Sprinter Krankentransportwagen

Fuso Canter im Feuerwehreinsatz

Die Feuerwehr im französischen Département Landes hat die ersten Unimog Feuerwehrfahrzeuge U 5023 in Euro-VI-Ausführung für die Waldbrandbekämpfung erhalten.

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