Festung Königstein

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In der Sächsischen Schweiz liegt die Festung Königstein, die vor mehr als 750 Jahren als mittelalterliche Burg entstand und im 16. Jahrhundert zur Landesfestung ausgebaut wurde. Der fortwährende Weiterbau der Verteidigungsanlagen machte die Festung militärisch uneinnehmbar. Die unterirdischen, vor Artilleriebeschuss geschützten Gewölbe, Kasematten genannt, sollten nach der Wende eine Gastronomie beherbergen. Um dies umzusetzen, musste der über den Kasematten verlaufende Wehrgang mit einer Abdichtung versehen werden.

Als historisches Bauwerk mussten die Vorgaben des Denkmalschutzes eingehalten werden. Das bedeutete die Wiederverwendung des vorhandenen Sandsteinbelages und des damit verbundenen Schichtenaufbaus.

Die Maßnahme zog sich über 10 Jahre hin. Zwischenzeitlich wechselte das Planungsbüro und damit auch einige Detaillösungen. Wurde bei den ersten Abschnitten der Wandanschluss an die Brüstung und Aufbauten mit einer Zink-Kappleiste ausgebildet, verkleidete man später den Anschluss mit Sandsteinplatten, was dem Ursprung näher kam.

Auch verwendete man später bei den Anschlüssen Flüssigkunststoff, um auf eine mechanische Fixierung verzichten zu können.

Die Abdichtung wurde mit zwei Lagen Schweißbahnen ausgeführt. Weil im alten Untergrund mit einer hohen Feuchtigkeit zu rechnen war, wurde als erste Lage, eine Polymerbitumen-Schweißbahn mit einer unterseitigen System-Rillenprägung (Orig. kebu Polymer-Rillenbahn) zum Spannungs- und Diffusionsausgleich, punktweise haftend aufgebracht. Die zweite Abdichtungslage, ebenfalls eine Polymerbitumen-Schweißbahn (Orig. kebu Decolen S), die zum hochreißfesten Glasgewebe noch ein dehnfähiges Polyestergewebe als Trägermaterial beinhaltet, schweißte der Verarbeiter vollflächig auf.

Sonderdetails, wie die Bolzen für die Geländer, wurden mit Flüssigkunststoff eingefasst.

Der Anschluss an die Brüstung wurde fachgerecht mit den beiden Lagen ausgebildet und abschließend mit einer Schiene fixiert. Wo dies aus konstruktiven Gründen nicht machbar war, wurde Flüssigkunststoff verwendet.

Aus dem Gesamtaufbau über der Abdichtung, bestehend aus einer Drainageplatte, Drainagebeton sowie die in einer Mörtelbettung verlegten 6 bzw. 10 cm dicken Sandsteinplatten, ergab sich die Situation, eine Entwässerungsmöglichkeit für zwei Ebenen schaffen zu müssen. Eine, die das Oberflächenwasser aufnehmen kann und eine weitere, in die das Wasser läuft, welches aus der Drainageschicht stammt. So brachte man zwei Rinnen an, in die das Wasser abgeleitet wird.

Der Abdichtungs-Übergang der zum Innenhof führenden Brücke erfolgte elegant mit einem eingebundenen Fugenprofil.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Arbeiten kann nun nach Herzenslust in den Gewölberestaurants geschlemmt werden.

Königstein Gang

Zwei vorgehängte Rinnen

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