Erster „2-Wege“-Unimog der neuen Generation übergeben

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Übergabe des ersten 2-Wege-Unimog für den Rangierdienst mit Euro VI-Motor (von links): Reinhard Ahrens (Land & Bau Kommunalgeräte GmbH), Uwe Schmitt (Sasol Germany GmbH), Holger Meyer (Sasol Germany GmbH) und Holger Doth (Daimler AG).

Mercedes-Benz Unimog: Effizient und sauber im Rangierdienst

  • Strenge Lkw-Abgasnorm Euro VI auf der Schiene

  • Günstige Bilanz bei Beschaffung und Unterhalt

  • Rangieren bis 1000 t Anhängelast

  • Schneller Wechsel zwischen Werksstraße und Schiene

Stuttgart/ Berlin. Rangierarbeiten auf der Schiene mit umweltfreundlichen Lkw-Motoren und einer nochmals verbesserten Traktion – damit überzeugt der neue Unimog als 2-Wegefahrzeug (Straße/Schiene). Auf der Messe Innotrans in Berlin, der weltweiten Leitmesse für die Eisenbahnbranche, wurde das erste Exemplar der neuen Unimog-Generation an die Firma Sasol Germany GmbH in Brunsbüttel übergeben. Das Unternehmen mit rund 600 Mitarbeitern wickelt einen Großteil seiner Logistik auf der Schiene ab. Der Unimog U 423 wird auf dem Betriebsgelände Kesselwagen rangieren und dabei den schon seit zehn Jahren von Sasol eingesetzten 2-Wege-Unimog U 400 unterstützen.

Gute Umweltbilanz im Rangierbetrieb

Mit dieser Beschaffung setzt der Hersteller von Fettalkoholen und deren Derivaten sowie hochreiner Tonerden ein positives Signal. Denn der Unimog bringt die hohen Abgasstandards aus dem Straßenverkehr auf die Schiene. Das bedeutet: Die Euro VI-Motoren für Lkw reduzieren Dieselpartikel und Stickoxidemissionen um bis zu 90 Prozent gegenüber Euro V, im Vergleich zum Stand von 1990 haben sich die Emissionen aus Nutzfahrzeugen um Werte zwischen 88 Prozent und 98 Prozent verringert. Zudem verbessert sich die Umweltbilanz durch hohe Einsparpotenziale beim Kraftstoffverbrauch durch gesteigerte Effizienz der Motoren. Nicht zuletzt ist der Unimog für den Rangierdienst in der Anschaffung deutlich günstiger als eine Rangierlok und kann mit niedrigen Unterhaltskosten aufwarten. Der Motor des Unimog U 423 leistet 170 kW (231 PS). Die neue Generation der Unimog-Geräteträger mit Euro VI-Motoren wurde 2013 vorgestellt.

Sichere Spurführung und leistungsstarke Bremsanlage

Der jetzt übergebene Unimog U 423 verfügt über die vom Aufbauhersteller Zagro neu entwickelte Schienenführung mit Can-Bus Sicherheitssteuerung. Sie sorgt für sichere Spurführung und entspricht den neuesten Sicherheitsanforderungen. Die Steuerung kommuniziert dabei auch mit dem Can-Bus des Basisfahrzeugs. Die Eisenbahnwagen-Bremsanlage des Rangierfahrzeugs wird über den Motornebenabtrieb des Unimog angetrieben und sorgt mit einer Förderleistung von 1750 l/min bei einem Luftvorratsvolumen von 425 l für schnelle Befüllung der angehängten Waggons. Der Unimog U 423 mit Radstand von 3000 mm bringt es auf ein zGG von 13 000 kg. Ziehen kann ein Unimog im Rangierdienst eine Last von bis zu 1000 t. Seine enormen Zugkräfte bei vergleichsweise niedrigem Fahrzeuggewicht entwickelt der Unimog wegen des günstigen Reibbeiwertes von Gummi auf Stahl. Das kompakte Achsbaumaß sorgt dafür, dass der 2-Wege-Unimog ohne separaten Schienenfahranrieb auskommt. Die ab Werk lieferbare Wandlerschaltkupplung erhöht das Anfahr-Drehmoment des Motors und ermöglicht so ruckfreies Anziehen ohne Kupplungsverschleiß.

Schnelles Umsetzen zwischen Werksstraße und Schiene

Für die Einsatzzwecke von Sasol ist der Unimog auch deshalb das richtige Rangierfahrzeug, weil er als Straßenfahrzeug schnell und einfach zwischen Werksstraße und Schiene wechseln kann, so dass das Umsetzen der Waggons besonders zügig abläuft.

Lkw-Komfort erleichtert Arbeitsalltag

Hohen Lkw-Standard verkörpert der 2-Wege-Unimog mit seiner bewährten und jetzt weiter optimierten „Freisichtkabine“. Sie bietet durch die große Panoramascheibe einen optimalen und sicheren Überblick und erleichtert den Arbeitsalltag ebenso wie das neue Multifunktionslenkrad, die verstellbare Lenksäule oder das leistungsstarke Heizungs- und Klimasystem.

 

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