Digitales Handwerk

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Kompetenzzentrum Digitales Handwerk: Handwerksunternehmen erfahren bei Digitalisierung wichtige Unterstützung

Auf der vor Kurzem durchgeführten Internationalen Handwerksmesse in München gaben die Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium Iris Gleicke und der Handwerkspräsident Hans-Peter Wollseifer den Startschuss für das „Kompetenzzentrum Digitales Handwerk“. Es soll Handwerksbetriebe sowohl bei der Planung von Digitalisierungsstrategien als auch bei deren Umsetzung beraten. Zugleich soll auch digitale Produktions- und Arbeitsprozesse unterstützt werden. Gefördert wird das Kompetenzzentrum durch das Bundeswirtschaftsministerium, die Handwerksunternehmen selbst erhalten die Informationen kostenlos.

Das Kompetenzzentrum ist als ein bundesweites Netzwerk zu verstehen, an dem Handwerkskammern, Fachverbände, handwerkswissenschaftliche Institutionen sowie Kompetenz- und Bildungszentren beteiligt sind. Die Koordinierung wird durch das an der Leibniz Universität Hannover ansässige Heinz-Piest-Institut (HPI) vorgenommen. Das Kompetenzzentrum selbst wird in vier sogenannte Schaufensterpartner unterteilt, die verschiedene thematische Schwerpunkte haben und in Oldenburg (Schaufenster Nord), Dresden (Ost), Bayreuth (Süd) und Koblenz (West) angesiedelt sind. Handwerksunternehmen sollten aber den für sie am nächsten gelegenen Schaufensterpartner zurückgreifen, da diese auf sämtliche Informationen aus allen vier Stützpunkten zurückgreifen können..

In jedem Schaufenster werden digitalisierungsspezifische Beispiellösungen vorgestellt, aber auch Werkstatt- und Testumgebungen sind vorhanden. So stellt beispielsweise die für das Schaufenster Süd in Bayreuth (Oberfranken) zuständige Handwerkskammer den Einsatz von Schweißlasern, die Möglichkeit des 3D-Drucks von Lebensmitteln sowie die Nutzung von Drohnen vor, so Projektleiterin Johanna Erlbacher.

Eine weitere Unterstützung bei der Digitalisierung kann für Handwerksbetriebe jeder Größe eine moderne Handwerkersoftware sein, die sowohl im Büro als auch auf der Baustelle vor Ort – hier via Smartphone oder Tablet – einsetzbar ist. Softwarelösungen wie TopKontor Handwerk erfahren bereits mehr als 13.000 Anwender in Handwerksbetrieben in Deutschland und sind weiter auf dem Vormarsch.

Kompetenzzentrum startet zur rechten Zeit

Das Kompetenzzentrum Digitales Handwerk kommt genau zum richtigen Zeitpunkt, so das Ergebnis einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter 507 Unternehmen verschiedenster Branchen. Insgesamt gaben 28 Prozent der Unternehmen an, noch keine Digitalstrategie zu verfolgen. Mehr als 50 Prozent der Befragten bemerken allerdings, das Wettbewerber, die in der Digitalbranche tätig sind, in ihren ursprünglichen Markt eindringen. Das HPI befragte 2015 die Beauftragten für Innovation und Technologie des Handwerks. Zu den sechs wichtigsten Themen gehören für sie der Internetauftritt und das Online-Marketing der Unternehmen, aber auch die IT-Sicherheit, die digitalen Prozesse im Bereich der Verwaltung, Buchhaltung und in der Produktion sowie rechtliche Fragen.

Diese Dienstleistungen bieten die Schaufenster

Chefs von Unternehmen und führende Mitarbeiter erhalten von den Schaufenstern wichtige Informationen, verschiedenes Anschauungsmaterial und können sich auch für eine Projektbegleitung entscheiden. Wichtige Erstinformationen finden sie auf der Webseite der HWK Koblenz. Auf dieser Webseite werden auch alle Veranstaltungstermine zum Thema Digitalisierung aufgelistet, die für einen guten Einstieg ins Thema sorgen. Vereinbaren Sie einen Termin zum Informationsgespräch mit dem jeweiligen Kompetenzzentrum. Zudem besteht die Möglichkeit, ein Transferprojekt zu starten. Das Unternehmen wird dann bei der Realisierung des Vorhabens etwa ein halbes Jahr lang kostenlos betreut. Auch ein sogenanntes Umsetzungsprojekt kann gestartet werden, die Unterstützung beträgt hier etwa ein Jahr.

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