Die Zukunft effizient meistern

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Im Eröffnungsplenum des dena-Energieeffizienzkongresses diskutierten vier Experten unter der Moderation von Lothar Keller zum Thema „Energieeffizienz – kleines Karo oder großer Wurf“. Von links: Andreas Kuhlmann (Vorsitzender der dena-Geschäftsführung), Michael Ziesemer (Präsident des Zentralverbands Elektrotechnik und Elektronikindustrie), Lothar Keller (Journalist und Fernsehmoderator), Dr. Bernhard Reutersberg (Mitglied des Vorstands von E.ON) und Ole Møller-Jensen (Geschäftsführer Danfoss Deutschland).

Danfoss auf dena-Energieeffizienzkongress

Auf dem dena-Energieeffizienzkongress, der vom 16. bis zum 17. November im Berliner Congress Center stattfand, referierten rund 65 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Verbänden zu dem Thema „Energiewende: digital, erneuerbar und effizient“. Den gut 700 Teilnehmern aus Medien, Wirtschaft und Politik wurde ein dichtes Programm geboten. Als Premium-Partner des dena-Energieeffizienzkongresses 2015, der dieses Jahr bereits zum sechsten Mal ausgerichtet wurde, präsentierte Danfoss unter dem Firmenmotto „Engineering Tomorrow“ beispielhafte und besonders energieeffiziente Lösungen aus seinen Geschäftsbereichen Wärme-, Kälte- und Antriebstechnik. Dazu gab Ole Møller-Jensen, Geschäftsführer Danfoss Deutschland, den Erstplatzierten des Energy Efficiency Awards bekannt und überreichte die Auszeichnung an die Firma Lidl. Das ausgezeichnete Projekt zeige laut Møller-Jensen auf eindrucksvolle Weise, welche enormen Einsparpotenziale zu heben sind, wenn in der Energiewende Gebäude in den Fokus genommen und dort effiziente Strom- und Wärmenutzung miteinander verknüpft werden.

Das Eröffnungsplenum am Montagmorgen startete mit dem Motto „Energieeffizienz – kleines Karo oder großer Wurf“. Darüber diskutierten auf der Bühne der Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) Andreas Kuhlmann mit Michael Ziesemer, dem Präsidenten des Zentralverbands Elektrotechnik und Elektronikindustrie, mit Ole Møller-Jensen sowie Dr. Bernhard Reutersberg, Mitglied des Vorstands von E.ON. Die Quintessenz der Podiumsdiskussion war die Notwendigkeit, die Energiewende endlich auch zu einer Wärmewende zu machen.  „Ohne Effizienz im Wärmesektor können die Klimaziele nicht erreicht werden. Die ständige isolierte Betrachtung des Stromsektors muss beendet werden“, forderte Møller-Jensen. „Es ist dringend an der Zeit, Strom und Wärme gemeinsam anzuschauen. Zum einen ist Wärme im Gegensatz zu Strom einfacher speicherbar. Zum anderen ist der Wärmesektor doppelt so groß und Wärme kostet Bürger und Industrie mehr als Strom.“ Die Verknüpfung von Strom und Wärme erfolge im Gebäude und bringe diese in den Fokus der Energiewende. Der elementare Schritt der Energiewende finde dort statt. Technik, die hier Lösungen anbiete, gehöre die Zukunft, so der Danfoss-Chef abschließend. Als Beispiele nannte er Kälteanlagen mit Abwärmenutzung, Fernwärme oder auch Wärmepumpen.

Nach der Podiumsdiskussion und einführenden Worten zur Bedeutung der Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe von Thorsten Herdan, Abteilungsleiter Energiepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, wurde ebenfalls am 16. November der Energy Efficiency Award vergeben. Mit einer Laudatio ehrte Møller-Jensen den Erstplatzierten für seine besonders energieeffiziente Verbindung von Strom- und Wärmenutzung und überreichte den mit 30.000 Euro dotierten ersten Preis an Lidl. Der Discounter spart 20 Prozent Strom und reduziert seine Heizkosten auf null, indem er in seinen neuen Filialen effiziente Kälteanlagen verwendet, deren Abwärme für die Raumwärme genutzt wird. Bereits zum neunten Mal in Folge wurde dieser prestigeträchtige Preis verliehen. Wolf Tiedemann, Mitglied der Geschäftsleitung von Lidl, der zusammen mit dem Geschäftsführer Immobilien Christoph Kraus den Award entgegennahm, freute sich über die Ehrung: „Nachhaltigkeit ist uns sehr wichtig“, so Tiedemann, „es gab viele spannende Konzepte im Wettbewerb. Daher freuen wir uns ganz besonders, mit unserer neuen Filialgeneration den ersten Platz belegt zu haben.“

Politischer Hintergrund zum thematischen Schwerpunkt des dena-Energieeffizienzkongresses 2015 ist der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) der Bundesregierung, der vor knapp einem Jahr auf den Weg gebracht wurde. Mit der Gebäudestrategie der Bundesregierung steht ein zentraler Punkt des NAPE unmittelbar vor der Umsetzung. Der gelungene dena-Energieeffizienzkongress lieferte zu diesen Zielen viele Anregungen und Anwendungsmöglichkeiten.

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Andreas Kuhlmann (ganz links) und Ole Møller-Jensen (2. von links) sowie Thomas Herdan (ganz rechts) gratulierten den Preisträgern von Lidl (in der Mitte) Wolf Tiedemann und Christoph Kraus zum ersten Platz des Energy Efficiency Award 2015.

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