Dachdurchdringung – Durchdringungsfrei ist oberstes Gebot

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 Dank Geländerbasis GB ist das Geländer ohne Dachdurchdringung in den Begrünungsaufbau integriert. Quelle ZinCo

Dachdurchdringung – Durchdringungsfrei ist oberstes Gebot

Lösungen für Geländer, Absturzsicherung und Solaranlagen auf dem Dach

Nachhaltigkeit ist ein großes Schlagwort der Baubranche, doch nachhaltig ist nur, was auch langfristig funktioniert und darüber entscheiden oft bautechnische Details. Ist auf dem Flachdach beispielweise die gesetzlich vorgeschriebene Absturzsicherung vorzusehen, ist eine Solaranlage geplant oder sind für den schönen neuen Dachgarten Geländer anzubringen, werden leider oftmals Dachdurchdringungen zur Befestigung vorgenommen. Das aber führt unter Umständen zu Wärme- bzw. Kältebrücken und Schwachstellen in der Abdichtung. Das muss nicht sein, denn ZinCo bietet hierfür bewährte Lösungen ganz ohne Dachdurchdringung und verlängert damit deutlich die Dachlebensdauer. All diese Lösungen funktionieren nach dem Auflastprinzip.

Anschlageinrichtungen zur Absturzsicherung

Zur Absturzsicherung im Dachrandbereich werden in der Praxis häufig Anschlageinrichtungen vorgesehen, an denen sich eine Einzelperson mit der persönlichen Schutzausrüstung sichern kann. Seien es feste oder auf Schienen bewegliche Anschlagpunkte, bei allen Fallnet®-Lösungen von ZinCo ist der Anschlagpunkt integriert in eine spezielle, sehr steife Scheibe (in der Größe von 2,67 m x 2,00 m) aus Kunststoff-Rasterelementen, gehalten durch die darüber liegende Auflast des Gründachsubstrats bzw. einer Kiesschüttung. Die erforderlichen 110 kg/m² Trockengewicht (bei Dächern bis 2° Neigung) erzielen bereits 9 cm Gründachsubstrat oder 6 cm Kies. Dank der einzelnen Rasterelemente lässt sich das System variabel an die Dachgeometrie (Lichtkuppeln, Abläufe oder Sonstiges) anpassen. Fallnet® ist auch prädestiniert zum nachträglichen Einbau auf vorhandenen Dachflächen, da aufgrund seiner geringen Größe vergleichsweise wenig Kies bzw. Substrat abgeräumt werden muss. Alle Fallnet®-Systeme sind baumustergeprüft und entsprechen der DIN EN 795, Typ E.

Geländerlösungen

Zur Befestigung jeder beliebigen Geländervariante dient die sogenannte Geländerbasisplatte GB. Diese 1 x 2 m große speziell ausgeformte ABS-Kunststoffplatte mit unterseitigem Aussteifungsprofil verfügt über eine Schraubverbindung zur Pfostenaufnahme, so lassen sich Geländer mit passendem Gegenflansch montieren. Die Geländerbasis GB wird entweder in den Begrünungsaufbau integriert oder unter dem Terrassenbelag bzw. der Kiesschüttung platziert und durch deren Auflast gehalten. Damit ist eine flächige Lastverteilung erzielt, was sich ebenfalls bautechnisch günstig auswirkt. Die vielseitige Basisplatte lässt sich je nach Bedarf auch für alle denkbaren Kombinationen einsetzen, zum Beispiel Geländer und die beschriebene Fallnet®-Absturzsicherung oder anderweitige Halter wie für Windräder oder die Verankerung von Solaranlagen, wie im nächsten Abschnitt beschrieben. Und immer erfüllt die Platte auch ihre grundlegende Wasserspeicher- und Dränagefunktion im Gründachaufbau. Die Geländerbasis ist statisch geprüft nach DIN 1055, Teil 3 für Horizontalkräfte bis 1 kN/m.

Befestigung von Solaranlagen

Die gründachgeeignete Solarbasis SB ist ebenfalls eine solche 1 x 2 m große Hartkunststoffplatte mit unterseitigen Konter- und Aussteifungsprofilen aus Aluminium und dient der Montage der Solargrundrahmens SGR. Werden Solaranlagen mit Dachbegrünung kombiniert, ergibt sich also ein wesentlicher Synergieeffekt bereits in der Ausführung, da der Begrünungsaufbau der Auflast dient, die für die Windsogsicherung der Solaranlage notwendig ist. Grundsätzlich ist für jedes Dach die konkret erforderliche Auflast im Rahmen einer objektspezifischen Windsogberechnung anhand Windzone, Gebäudehöhe, Modulhöhe, Dachrandnähe, usw. zu ermitteln. Bautechnisch ideal ist auch hier, dass die Solarbasisplatte eine flächige Lastverteilung erzielt und keine hohen Punktlasten auftreten, wie es bei schweren Betonklötzen zur Verankerung der Fall wäre. Natürlich lässt sich die Solarbasis® auch nachträglich in bereits bestehende Gründächer integrieren.
Die Kombination von Solar und Grün führt zudem zu einer Ertragssteigerung von rund 4%, wie ZinCo in einer mehrjährigen Versuchsreihe belegen konnte. Ein Gründach sorgt im Vergleich zum nackten oder bekiesten Dach für eine niedrigere Umgebungstemperatur und verbessert damit den Wirkungsgrad der Solaranlage, da dieser von der Betriebstemperatur der Module abhängt.

Nach dem obersten Gebot „ohne Dachdurchdringung“ finden Planer damit die verschiedensten Lösungen für Absturzsicherung, Geländer und Solaranlagen. Einsetzbar für Neubau, Sanierung oder den nachträglichen Einbau – gewährleisten die bautechnisch intelligenten ZinCo-Lösungen dauerhafte Funktionssicherheit und damit echte Nachhaltigkeit.

Bildquellen ZinCo

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